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Noch etliche Jahre entfernt vom klinischen Einsatz

Ungelöste Herausforderungen bei smarten und oralen Insulinen

Hundert Jahre nach Entdeckung des blutzuckersenkenden Hormons gibt es immer noch viel Forschungsbedarf. Während Insuline, die nur einmal wöchentlich injiziert werden müssen, bereits in Reichweite sind, gestaltet sich die Entwicklung glukosesensitiver und oral applizierter Insuline deutlich schwieriger.

Ein Kugel-Stab-Modell von Humaninsulin. Getrennt auf Schwarzem.

Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Optimierung der Insulinwirkung.

An der Injektion ins subkutane Fettgewebe führt bei der Insulintherapie noch kein Weg vorbei. Doch für viele Menschen mit Diabetes wäre es eine erhebliche Erleichterung, müssten sie ihr Basalinsulin nur noch einmal wöchentlich statt alle 12–48 h spritzen. Seit vielen Jahren erprobt man daher unterschiedliche Verfahren zur Verzögerung der Insulinwirkung, wie Prof. Dr. Hans DeVries vom Profil Institut für Stoffwechselforschung, Neuss, berichtete. Nicht alle erreichen das Stadium klinischer Studien: So wurde Ende 2019 die Entwicklung des ultralang wirksamen Insulins AB101 eingestellt, dessen Depotwirkung auf dem Prinzip der PEGylierung beruhte.

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