Wie Darmbakterien das Progressionsrisiko bei MS beeinflussen
Eine belgische Studie konnte über mehr als vier Jahre eine signifikante Assoziation zwischen einem bestimmten Enterotyp und fortschreitender Behinderung bei Patient:innen mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose zeigen.

Das Darmmikrobiom steht über die „Gut-Brain-Axis“ mit dem Gehirn in Verbindung und wird auch mit dem individuellen Risiko, eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln, in Verbindung gebracht. Bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multipler Sklerose (MS) oder Morbus Alzheimer konnten Alterationen des Darmmikrobioms im Sinne einer Dysbiose nachgewiesen werden, wobei Dysbiose ebenso eine eingeschränkte Diversität des Darmmikrobioms wie auch das Vorhandensein pathologischer Bakterien bedeuten kann.