Wenig Substanzkonsum bei Migränebetroffenen
Eine niederländische Gruppe untersuchte den legalen und illegalen Substanzkonsum bei Migränepatienten und -patientinnen und gelangte zu dem Ergebnis, dass Menschen, die unter Migräne leiden, Alkohol, Nikotin und illegale Drogen eher meiden. Der Grund dürfte eine tatsächliche oder zumindest vermutete ungünstige Wirkung auf die Migräne sein.

Aktuell besteht sowohl in der Forschung als auch seitens der Patientinnen und Patienten erhöhtes Interesse an Lebensstilfaktoren, da diese als Migränetrigger wahrgenommen werden, so Dr. Thomas van den Hoek, von der Universiteit Leiden, Niederlande. Patientinnen und Patienten wollen mehr und mehr über diese Lebensstilfaktoren wissen, um potenzielle Triggerfaktoren vermeiden zu können. Einer dieser Lebensstilfaktoren ist der Konsum von Alkohol und anderen Substanzen. Gerade der Substanzkonsum wird immer wieder mit Migräneattacken in Zusammenhang gebracht. Allerdings betont van den Hoek, dass die Bedeutung des Substanzkonsums für die Migräneerkrankung umstritten ist.