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Geringes Darmkrebsrisiko durch vegetarische Ernährung

Eine vegetarische Ernährungsweise ist mit einem niedrigeren Risiko für die Entstehung von kolorektalen Karzinomen assoziiert.

Foto: iStockphoto, ajafoto

Pescovegetarier haben ein wesentlich geringeres Darmkrebsrisiko als Nichtvegetarier.

 

Die Adventist Health Study 2 (AHS-2), eine Studie der Siebenten-Tags-Adventisten, die im Fachmagazin JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde, ergab ein niedrigeres Risiko für Darmkrebs, wenn sich die Probanden vegetarisch ernährten.

Seit 150 Jahren praktizieren die Anhänger dieser Religionsgemeinschaft eine spezielle Lebens- und Ernährungsweise mit innerlichen und äußerlichen Wasseranwendungen, Bewegung, ausgewogener und vollwertiger Kost, viel Zeit an der frischen Luft, Tageslicht, Enthaltsamkeit von schädlichen Substanzen sowie einem ausgewogenen Alltag mit Ruhepausen sowie einem wöchentlichen Ruhetag.

Michael J. Orlich von der Loma Linda University in Kalifornien indentifizierte mit seinen Co-Autoren unter 77.659 Studienteilnehmern 380 Fälle von Dickdarmkrebs und 110 Fälle von Mastdarmkrebs. Im Vergleich zu Nichtvegetariern hatten Vegetarier ein um 22 Prozent geringeres Risiko für alle Darmkrebsarten. Das Risiko für Kolonkarzinome war unter Vegetariern um 19, jenes für Rektumkarzinome um 29 Prozent geringer.

Im Vergleich zu Nichtvegetariern hatte Veganer ein um 16 Prozent geringeres, Ovo-Lacto-Vegetarier ein um 18 Prozent und Pescovegetarier ein um 43 Prozent geringeres Darmkrebs-Risiko. Bei Semivegetariern war das Risiko um 8 Prozent reduziert.

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Michael J. Orlich, Pramil N. Singh, Joan Sabaté, Jing Fan, Lars Sveen; Hannelore Bennett, Synnove F. Knutsen, W. Lawrence Beeson, Karen Jaceldo-Siegl, Terry L. Butler, R. Patti Herring, Gary E. Fraser
Vegetarian Dietary Patterns and the Risk of Colorectal Cancers
JAMA Internal Medicine, Published online March 9, 2015, doi:10.1001/jamainternmed.2015.59

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