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Jahresüberblick Neuzulassungen Onkologie 2020

Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom

Mit Alpelisib wurde der erste α-spezifische Klasse-I-Phosphatidylinositol-3-kinase (PI3Kα)-Inhibitor beim HR+ Mammakarzinom zugelassen. Kinase-aktivierende Punktmutationen im PIK3CA-Gen sind beim HR+-Mammakarzinom häufig und erstrecken sich auf drei Hotspot-Lokalisationen. Sie bewirken Resistenz gegen endokrine Standardtherapien. Basis für die Zulassung ist die Phase-III-Studie SOLAR-1 (NCT02437318; André F et al., N Engl J Med 2019; 380(20):1929-40), die 572 postmenopausale Frauen und Männer mit bekanntem PIK3CA-Mutationsstatus und endokriner Resistenz einschloss. Die Studie hatte zwei Kohorten, die beide 1:1 randomisiert entweder Alpelisib plus Fulvestrant oder Placebo plus Fulvestrant erhielten. In der PIK3CA-mutierten Kohorte war das progressionsfreie Überleben (PFS) mit Alpelisib-Fulvestrant versus Placebo-Fulvestrant fast verdoppelt (11,0 vs. 5,7 Monate; HR 0,65; p<0,001), während in der PIK3CA-Wildtyp-Kohorte kein signifikanter Unterschied bestand. In der PIK3CA-mutierten Kohorte waren die Ansprechraten ebenfalls mehr als verdoppelt: 26,6 versus 12,8 Prozent in der Gesamtpopulation und 35,7 versus 16,2 Prozent bei Patienten mit messbarer Erkrankung (p-Werte 0,0006 bzw. 0,0002). Die häufigste Grad-3/4-Nebenwirkung von Alpelisib, die Hyperglykämie (36,6% im Verumarm, 0,7% im Placeboarm), ist ein On-Target-Effekt und durch Monitoring und Einstellung mit Antidiabetika beherrschbar.

Alpelisib in Kombination mit Fulvestrant ist indiziert bei Patientinnen mit nachgewiesener PIK3CA-Mutation.

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