Home / Politik / Reform des Sachwalterrechts

Reform des Sachwalterrechts

WIEN – Mit dem von Justizminister Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter im März präsentierten Modellprojekt „Unterstützung zur Selbstbestimmung“ soll die Zahl der Besachwalteten in Österreich verringert und Betroffenen zu mehr Selbstständigkeit verholfen werden. Das gilt für Menschen mit Behinderung ebenso wie für ältere, z.B. von Demenz betroffene Menschen oder für psychisch Kranke.

generation.840
Klienten unterstützen, wo sie es brauchen, und nicht gleich besachwaltern – das wird jetzt in einem Pilotprojekt erprobt.

In Österreich brauchen aktuell über 59.000 Bürger einen Sachwalter, Tendenz steigend. Mit dem Modellversuch „Unterstützung zur Selbstbestimmung“ möchte Justizminister Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter dieser Entwicklung gegensteuern. „Mit der Sachwalterschaft haben wir zwar ein praxiserprobtes Instrument zur Hand. Ich sehe es aber als Problem, dass sie oftmals vorschnell eingesetzt wird“, so der Politiker und Rechtswissenschaftler.

„Unser Modellprojekt bietet Betroffenen einen neuen Zugang zur Sachwalterschaft und mehr Autonomie.“ So werde etwa in Sachwalterschaftsverfahren geprüft, ob man Betroffene – statt mit einer Sachwalterbestellung – anderweitig, etwa durch Familienangehörige oder Sozialeinrichtungen, unterstützen kann, erklärt Prof. Brandstetter das Vorgehen in der Praxis.

Ihre Vorteile auf medONLINE.at

  • Personalisierte Inhalte auf Ihr Profil zugeschnitten
  • DFP Fortbildung: e-Learnings, Literaturstudien & MM-Kurse
  • Aktuelle Fachartikel, State-of-the-Art-Beiträge, Kongressberichte, Experteninterviews

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos & und bleiben Sie top-informiert!

LOGIN

Login

Passwort vergessen?