24. Juni 202215 % der Duodenoskope sind trotz Aufbereitung kontaminiert

Der Keim aus dem Endoskop

Nach jedem Gebrauch müssen Endoskope in einem aufwendigen Prozess gereinigt werden. Doch trotz dieser Maßnahme kommt es immer wieder zu Infektionen, bei denen Endoskope als Überträger identifiziert werden können. Woran liegt das und was sind realistische Lösungsansätze?

Endoskopiegerät
nobasuke/AdobeStock

Etwa 20% aller Warnmeldungen der FDA waren in den letzten Jahren Endoskopie-assoziiert, erklärte PD Dr. Axel Eickhoff vom Klinikum Hanau. Besonders besorgniserregend ist es, wenn es sich bei den während der Prozedur übertragenen Keimen um multiresistente Erreger handelt. Ein Fall, der durch die Presse ging, war der „Superbug Outbreak“ im Ronald Reagan UCLA Medical Center in Los Angeles. Dort hatten sich sieben Patienten im Rahmen einer ERCP mit Carbapenem-resistenten Enterobakterien infiziert – zwei von ihnen starben. Die FDA ordnete daraufhin eine Post-Market-Surveillance von Duodenoskopen an und plädierte dafür, die Geräte sicherer zu machen – durch eine Produktgestaltung, die das Kontaminationsrisiko verringert.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin Medical Tribune