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Bahnbrechende Erkenntnisse für RSD-Patienten

Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom (RSD) ist eine FODMAP-arme Ernährung die bewährte Behandlung. Durch neue, auf der UEG Week 2016 in Wien präsentierte Studiendaten könnte es möglich sein, zu prognostizieren, wer von einer solchen Ernährungsumstellung am meisten profitieren könnte.

Dr. Sean Bennet, Universität Göteborg (Schweden), präsentierte auf der diesjährigen UEG Week Erkenntnisse, wie sich das Bakterienprofil im Stuhl von Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS), die auf eine FODMAP*-arme Ernährung ansprechen, von jenem der Menschen, die darauf nicht ansprechen, verändert. Bei geeigneten Patienten könne eine FODMAP-arme Ernährung zwar sehr effektiv sein kann, die Identifikation dieser Personen sei derzeit aber nicht möglich. „Eine aktuelle klinische Studie hat erwiesen, dass eine FODMAP-arme Ernährung die Symptome von RDS bei etwa der Hälfte der Personen, die sie ausprobierte, signifikant verringert haben“(1), erklärte er. Auf eine Umstellung auf eine FODMAP-arme Ernährung reagieren nicht alle Patienten positiv. „Leider ist diese Diät sehr anspruchsvoll und erfordert den Ausschluss ganzer Lebensmittelgruppen. Daher haben wir nach Möglichkeiten gesucht, um zu prognostizieren, wer von einem Versuch der Ernährungsumstellung am meisten profitieren könnte“, so Bennet.
„Wir wissen, dass eine FODMAP-arme Ernährung bei vielen RDS-Patienten wirksam ist (1,2), aber wir wissen auch, dass die Schonkost die Zusammensetzung der Darmbakterien verändern kann (3)“, führte Bennet aus. „Wir wollten die Auswirkungen der „traditionellen“ Schonkost und einer FODMAP-armen Ernährung auf die Darmbakterien vergleichen und herausfinden, ob die Bakterienprofile dazu genutzt werden können, das Ansprechen der Patienten auf jede Behandlung vorauszusagen.“

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