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Kontroversen zur Herzinsuffizienz

Revaskularisation, Adipositas-Paradoxon und Salzrestriktion bei Herzinsuffizienz werden aufgrund unterschiedlicher Studienergebnisse nach wie vor kontroversiell diskutiert. (CliniCum 9/18)

Trotz zunehmender Fülle an wissenschaftlichen Daten konnten einige Fragestellungen in der Kardiologie bisher nicht schlüssig beantwortet werden.

Revaskularisation bei ischämischer Kardiomyopathie

„Zum Thema Revaskularisation bei ischämischer Kardiomyopathie hat es in letzter Zeit einige neue Daten gegeben“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Berger, MSc, FESC, Vorstand der Abteilung Innere Medizin I, Barmherzige Brüder, KH Eisenstadt. Eine der wichtigsten Studien war STICH, die randomisiert koronar-arteriellen Bypass (CABG) mit optimierter medikamentöser Therapie allein vergleicht.1 2016 wurde die Follow-up-Studie publiziert.2 Der primäre Endpunkt Gesamtmortalität erwies sich als signifikant positiv zugunsten der CABG. Ebenso signifikant positiv zugunsten der CABG waren die Endpunkte kardiovaskulärer Tod sowie der kombinierte Endpunkt Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Hospitalisierung. Paradoxerweise wiesen bei positivem primärem Endpunkt in einer Substudie Patienten mit schlechterer myokardialer Vitalität einen besseren Outcome hinsichtlich der Revaskularisation auf als Patienten mit besserer myokardialer Vitalität.3 Die Vitalitätsdaten wurden allerdings mittels SPECT- oder Stressecho-Untersuchungen mit unterschiedlichen Protokollen nicht randomisiert erhoben.

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