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Stress als Risikofaktor für Diabetes

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KONGRESS – Neben klassischen Risikofaktoren, wie positiver Familienanamnese, Lebensstil und Medikamenten, wird auch Stress eine Rolle bei der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zugeschrieben. Mittlerweile gibt es dazu Daten. ( Medical Tribune 48/2016) 

Wenn Menschen starkem psychosozialen Stress ausgesetzt sind, hat das auch somatische Auswirkungen. Modelle zeigen, wie Kindheitstraumata, der Tod eines nahen Verwandten, die schwere Erkrankung eines Kindes, Dauerbelastung am Arbeitsplatz, aber auch Existenzprobleme durch Arbeitslosigkeit zur Diabetesgenese beitragen können: Zum einen beeinflusst Stress das Verhalten der Betroffenen. Zu den negativen Folgen gehören ungesunde Essgewohnheiten (Emotional Feeding, Essen als Spannungsabfuhr), Bewegungsmangel und ein erhöhtes Suchtpotenzial (Alkohol, Nikotin, …).

Ein zweiter möglicher Weg verläuft über das endokrine System: „Stress wirkt auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- Achse, führt zu einer vermehrten Produktion von ACTH und Cortisol und aktiviert das sympathische Nervensystem“, erläutert Prim. Dr. Heidemarie Abrahamian, Internistisches Zentrum, Otto-Wagner- Spital Wien. Schließlich wird auch noch das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen: Charakteristisch für die Zytokin-mediierten Reaktionen ist eine Hyperzytokinämie mit hohen Spiegeln von Interleukin-6 und TNF-a, die unter anderem zur Induktion der Bildung von Akute-Phase-Proteinen in der Leber führt. Alle drei Mechanismen können die Entwicklung von Insulinresistenz, Adipositas und Diabetes mellitus fördern. Soweit also die Theorie. Ob nun Stress tatsächlich eine entscheidende Rolle in der Diabetesmanifestation spielt, lässt sich jedoch nur durch Studien herausfinden.

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