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Ovarialkarzinomrisiko durch HRT erhöht

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FACHLITERATUR – Eine aktuelle Metaanalyse zeigt einen Zusammenhang zwischen der Hormonersatztherapie und bestimmten Formen des Ovarialkarzinoms. Was ändert sich dadurch? MT bat den Gynäkologen Univ.-Prof. Dr. Christian Marth um eine Einschätzung.

Die von Wissenschaftlern der Universität Oxford durchgeführte und im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichte Metaanalyse1 umfasst über 21.000 Datensätze aus 52 epidemiologischen Studien. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Hormonersatztherapie (HRT) das Risiko für ein Ovarialkarzinom relativ um etwa 40 Prozent erhöht – und zwar unabhängig von der Zusammensetzung der Präparate. Bei menopausalen Frauen, die fünf Jahre lang eine Hormonersatztherapie einnehmen, gibt es pro 1000 Anwenderinnen eine zusätzliche Ovarialkarzinom-Erkrankung und pro 1700 Anwenderinnen einen Ovarialkarzinom-Todesfall mehr. Es gab keinen Unterschied zwischen Östrogen-Monopräparaten und Östrogen-Gestagen-Kombinationen.

Nach Absetzen der Therapie sank das Risiko nur langsam wieder ab. In den folgenden fünf Jahren war es noch um zehn Prozent erhöht. Dieses klare Ergebnis kommt laut Aussagen von Univ.-Prof. Dr. Christian Marth, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Med-Uni Innsbruck, für die Fachwelt unerwartet, da weiblichen Sexualhormonen in Bezug auf Eierstockkrebs bislang ausschließlich protektive Wirkung zugesprochen wurde. Marth: „Frauen, die die Pille einnehmen, haben ein um 50 Prozent reduziertes Risiko, an diesem Malignom zu erkranken.“

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