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Frühstück zu Hause beeinflusst Lipidprofil

Frühstücken Burschen nicht täglich zu Hause, erhöht sich deren Risiko für hohe Blutfettwerte und einen niedrigen HDL-Cholesterinspiegel. Mädchen im Volksschulalter haben zusätzlich ein höheres Risiko für ein besonders ungünstiges Verhältnis von Blutfetten im Vergleich zu jenen, die täglich frühstücken.

Foto: BilderBox.com

Tägliches häusliches Frühstück beeinflusst das Gewicht und Lipidprofil von
Kindern im schulpflichtigen Alter und fördert die physische Aktivität.

Im European Journal of Clinical Nutrition wurde eine Studie publiziert, die den Zusammenhang zwischen dem Frühstück zu Hause und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Kindheit untersucht hat.

Unter der Leitung von Dr. Stalo Papoutsou vom Research and Education Institute of Child Health in Zypern wurden unter anderem mittels einer Fragebogenerhebung Details zu den Frühstücksgewohnheiten von Kindern erfasst.

Die Untersuchung basiert auf Daten von 8.863 Kindern aus acht europäischen Ländern, die am IDEFICS-Survey (Identification and prevention of dietary- and lifestyle-induced health effects in children and infants) in den Jahren 2007 bis 2008 teilgenommen hatten. 79,8 Prozent dieser Kinder nahmen im Alter von sechs bis zehn Jahren ihr Frühstück täglich zu Hause ein. Diese Zahl lag bei jüngeren Kindern bei 70,2 Prozent.

In die Datenauswertung flossen auch Faktoren wie die mittels Accelerometer gemessene körperliche Aktivität ein. Dabei stellten die Forscher fest, dass sich Kinder, die seltener zu Hause frühstücken, auch weniger bewegen als jene mit einem täglichen Frühstück am elterlichen Tisch.

Papoutsou zufolge hilft tägliches Frühstücken den Kindern, das Gewicht im Rahmen zu halten und körperlich aktiv zu sein. Auch die Blutfette werden durch das tägliche Frühstück reguliert.

Papoutsou S, Briassoulis G, Wolters M, Peplies J, Iacoviello L, Eiben G, Veidebaum T, Molnar D, Russo P, Michels N, Moreno LA, Tornaritis M; IDEFICS consortium
No breakfast at home: association with cardiovascular disease risk factors in childhood
Eur J Clin Nutr. 2014 Jul;68(7):829-34. doi: 10.1038/ejcn.2014.88

Quelle: Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, IDEFICS