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Ebola noch immer außer Kontrolle

Der aktuelle und bislang mit Abstand größte Ausbruch von Ebola war zentrales Thema des Anfang November in Wien abgehaltenen Kongresses IMED (International Meeting on Emerging Diseases and Surveillance). Hinter der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz stehen die International Society for Infectious Diseases, ISID, und ihr Monitoring-Programm ProMED. Diesmal ein wenig im Schatten der afrikanischen Katastrophe diskutierten Expertinnen und Experten aus aller Welt jedoch auch andere medizinische und gesundheitspolitische Herausforderungen wie MERS, die Gefahr neuer Influenza-Pandemien sowie die Ausbreitung von Chikungunya und des West-Nile-Fiebers.

Dr. Hilde De Clerck von Médécins sans Frontières war unter den ersten europäischen Ärzten, die in Guinea mit der Behandlung von Ebola-Patienten und der Organisation von Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit beschäftigt waren. Am Rande des IMED sprachen wir mit der Allgemeinmedizinerin über die aktuelle Situation in Afrika und den klinischen Umgang mit Ebola.

Ebola: Der aktuelle Ausbruch

Laut WHO sind derzeit (Stand: 25. Oktober 2014) 10.141 Menschen in acht betroffenen Ländern an Ebola erkrankt und 4.922 an Ebola gestorben. Das Ebola-Virus hält sich hartnäckig und breitet sich weiterhin in Guinea (1.553 Fälle, 926 Tote), Liberia (4.665 Fälle, 2.705 Tote) und Sierra Leone (3.896 Fälle, 1.281 Tote) aus. Außerdem gibt oder gab es bisher vereinzelte Fälle in Mali, Nigeria, Senegal, Spanien und den USA. Wenn die eingeleiteten Maßnahmen nicht greifen, rechnet die WHO mit bis zu 10.000 neuen Ebola-Fällen in Guinea, Liberia und Sierra Leone bis Dezember 2014. (Stand: 14. Oktober 2014). Die Opferzahlen unter dem medizinischen Personal sind erheblich. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher 450 medizinisch tätige Personen an Ebola erkrankt und mehr als 230 verstorben, darunter auch einige der führenden Experten in Sierra Leone und Liberia. Dieser Verlust an Fachkenntnis schwächt die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder zusätzlich.
Die aktuelle Epidemie in Westafrika ist beispiellos. Der Ausbruch in Guinea nahe der Grenze zur Sierra Leone hat sich zur tödlichsten Ebola-Krise der Geschichte entwickelt. Die gegenwärtige Epidemie hat bereits jetzt mehr Menschenleben gefordert als alle bisherigen Outbreaks zusammen. Ein völlig neues Problem stellt auch das Übergreifen der Seuche auf urbane Gebiete dar.

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