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Asthmatherapie: Difficult to treat

AsthmaDas Management von Asthma bronchiale gestaltet sich heute dank potenter inhalativer Medikamente in fast allen Fällen problemlos. Was tun, wenn es schwierig wird? Ein Bericht aus der pneumologischen Praxis.

Die Einführung inhalativer Kortikosteroide (ICS) in den 1980er Jahren revolutionierte ohne Übertreibung die Behandlung von Asthma bronchiale. War der Status asthmaticus in der Ära davor ein häufiger und gefürchteter Notfall in der Lungenheilkunde, haben sich die Fallzahlen schwerer Exazerbationen und Komplikationen heute auf einen Bruchteil reduziert. Ein Minimum an Compliance vorausgesetzt, können über 90 Prozent aller Patienten mit Asthma bronchiale mit ICS als Monotherapie oder in Kombination mit einem langwirksamen Betaagonisten (ICS/LABA) vollständig symptomkontrolliert werden. Übrig bleibt ein zahlenmäßig kleiner Anteil, der mit diesen gut etablierten Therapieschemata nicht befriedigend behandelbar ist.

Complianceprobleme

Weitaus nicht jeder Patient mit vordergründig nicht einstellbarem Asthma bronchiale, schlechter Symptomkontrolle oder akuter Präsentation im Asthmaanfall ist „difficult to treat.“ Viele der akuten Komplikationen bei Asthma bronchiale gehen schlichtweg auf Complianceprobleme zurück. Kortisonangst, Unzuverlässigkeit oder Zufälle, wie etwa das Leerwerden der inhalativen Therapie vor dem Wochenende, können massive Exazerbationen eintreten lassen. Eine besonders ungünstige, in der pneumologischen Praxis aber immer wieder auftretende Fallgeschichte ist jene der jungen Frau mit Asthma bronchiale, die mit Eintritt einer Schwangerschaft alle Medikamente absetzt. Eine bedrohliche Situation für die werdende Mutter und das ungeborene Kind. An dieser Stelle darf die Einschätzung sämtlicher großer internationaler Fachgesellschaften und ihrer Guidelines erwähnt werden: Gängige inhalative Medikamente bei Asthma bronchiale, insbesondere ICS und LABA, gelten in der Schwangerschaft empirisch als sicher. Der potenzielle Schaden dieser Wirkstoffe für den Fetus wird als zweifelsfrei geringer angesehen, als das Risiko einer schlechten Asthmakontrolle mit maternaler und in der Folge fetaler Hypoxämie. So gilt es bei Verdacht auf ein schwer behandelbares Asthma bronchiale zuerst Unsicherheiten bei der Compliance und Anwendungsfehler bei der inhalativen Therapie aktiv zu hinterfragen.

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