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Die Gesichter Seltener Erkrankungen – Teil 17

„Die Spritze ist für mich ganz normal“

Seine Hämophilie bedeutet für den zehnjährigen Leopold praktisch keine Einschränkung im Alltag – möglich macht dies die regelmäßige Gabe von Faktor VIII, auch Rollerfahren oder Fußballspielen sind ärztlicherseits durchaus erlaubt.

„Wenn ich Hämophilie höre, dann denke ich an meine Spritze und an die Blutgerinnung, also dass mein Blut eben dünner ist“, sagt der zehnjährige Wiener Gymnasiast Leopold im gemeinsamen Gespräch mit seinem Vater und Dr. Katharina Thom, Stv. Leiterin der Kinder-Gerinnungsambulanz an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde (Klinische Abteilung für Pädiatrische Kardiologie), Wien. Was Hämophilie bedeutet und dass ihm ein bestimmter Blutgerinnungsfaktor fehlt, hätten ihm seine Eltern und Frau Dr. Thom im Krankenhaus genau erklärt. Erst kürzlich überraschte Leopold seine Eltern ebenso wie seine Ärztin, indem er sich die notwendige Faktorgabe allein venös verabreichte – seine Eltern hatten erwartet, er würde dies erst später und gemeinsam mit ihnen tun.

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