Home / Medizin / Phase III: Rozanolixizumab bewährt sich bei Myasthenia gravis

EAN 2022

Phase III: Rozanolixizumab bewährt sich bei Myasthenia gravis

Mediastinale Raumforderung (CT-geführte FNA): Mikroskopisches Bild eines Thymoms, eines Tumors der Thymusdrüse, zeigt nekrotisches Material gemischt mit Lymphozyten, Myasthenia gravis.

Rund ein Drittel der Patienten mit Myasthenia gravis kann mit konventionellen Therapien nicht zufriedenstellend behandelt werden. Alternativen werden daher dringend gesucht. Für Rozanolixizumab, einen monoklonalen Antikörper gegen den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn), wurden nun sehr erfreuliche Daten aus einer Phase-III-Studie berichtet. Es profitierten auch die schwierig zu behandelnden Patienten mit MuSK-Antikörper.

Die Myasthenia gravis ist eine durch Autoantikörper verursachte neuromuskuläre Erkrankung. Die Autoimmunreaktion erfolgt hauptsächlich gegen Acetylcholinrezeptoren an der motorischen Endplatte, was zu einer Übertragungsstörung und damit klinisch zu Muskelschwäche führt, die nicht nur die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, sondern auch lebensbedrohlich werden kann, wenn die Atemmuskulatur betroffen ist. Konventionelle Therapien von der Thymektomie über die Immunsuppression mit Glukokortikoiden und Azathioprin bis zur Plasmapherese stehen zur Verfügung, doch rund ein Drittel der Betroffenen sprechen nicht oder nicht ausreichend auf diese an, so Prof. Dr. John Vissing von der Universität Kopenhagen. Damit besteht dringender Bedarf nach innovativen Strategien, in den Autoimmunprozess der Myasthenia gravis einzugreifen.

Phase-III-Studie MycarinG: alle Endpunkte erreicht

LOGIN