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Primärversorgung

Ein Schnitt verbindet Fachkräfte in Schwechat

Das Primärversorgungszentrum (PVZ) Schwechat feierte am 2. April seine Eröffnung. (Medical Tribune 15/19)

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Niederösterreich setzt auf gebündelte Kräfte bei der Primärversorgung. Das PVZ Schwechat entstand aus einer Kollaboration der niederösterreichischen Ärztekammer, der Gebietskrankenkasse, des Landes Niederösterreich und nicht zuletzt ortsansässiger Hausärzte. In Betrieb ist das PVZ bereits seit 1. Jänner, wie Dr. Robert Grubmüller verrät. Gemeinsam mit Grubmüller arbeiten auch Dr. Karoline Rieß und Dr. Martin Rutter als Allgemeinmediziner im neuen Zentrum. Dieses ist von Montag bis Freitag von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Der Andrang ist groß: Bis zu 280 Patienten werden täglich in den neuen Räumlichkeiten behandelt. Die Anstellung eines vierten Arztes ist bereits ein Thema. Zum interdisziplinären Team des PVZ zählen außerdem diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, eine Diätologin, eine Ergotherapeutin, eine Psychotherapeutin sowie eine Sozialarbeiterin.

Mitarbeiter aus den Bereichen der Logopädie und Physiotherapie sollen das Team ergänzen. Dieser Zusammenschluss verschiedener Fachkräfte soll den Patienten einen niederschwelligeren Zugang zu entsprechenden Therapieangeboten ermöglichen: „Patienten verlassen uns nicht mit einer Überweisung in der Hand, sondern können oft direkt vor Ort versorgt werden“, sagt Ruttner. „Vorteile für die Ärzte sind die bessere Work-Life-Balance und der Austausch in Team. Es gibt immer mehr junge Ärztinnen und Ärzte, die noch vom Krankenhaus gewohnt sind, im Team zu arbeiten, und in schwierigen Fällen keine Scheu haben, Kollegen zu befragen“, betont der Präsident der Ärztekammer für Niederösterreich, Dr. Christoph Reisner. Von der vereinten Expertise könnten auch die Patienten profitieren. Nach Böheimkirchen und St. Pölten ist Schwechat der dritte PVZ-Standort in Niederösterreich. Bis 2021 sollen 14 solcher Zentren im Bundesland entstehen. Der neue österreichweite Gesamtvertrag für Primärversorgungseinheiten (siehe Seite 4) soll dieses Unterfangen erleichtern.

Pressegespräch PVZ Schwechat, April 2019

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