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Standesvertretung

Kammer-Panorama (Teil 1)

Woche für Woche präsentiert Ihnen medonline.at die neuesten Meldungen aus den Ärztekammern.

Ärztekammer für Wien

„Zauber des Musicals“ und Wissenschaftstreff beim 70. Wiener Ärzteball

Am Samstag, den 25. Jänner 2020, lädt die Ärztekammer für Wien wieder in die Hofburg, wo der 70. Wiener Ärzteball sich zu einem „wahren Wissenschaftstreff“ gestalten soll: Neben heimischen Größen aus Medizin und Industrie erwarten die Gastgeber unter anderem die frühere Außen- und Vizepremierministerin des Staates Israel, Tzipi Livni, den Präsidenten der World Medical Association, Leonid Eidelman, sowie den Pionier des wissenschaftlichen Forschungsgebiets der Optogenetik, Gero Miesenböck. Zugesagt haben weiters die Nobelpreisträger Eric Kandel, Stefan Hell, Dan Shechtman und Tim Hunt.

Der Ball mit seinen knapp 4.000 Besuchern steht dieses Jahr unter dem Motto „Zauber des Musicals“. Künstlerisches Highlight ist die Mitternachtsshow von „Let’s Fly Away“ mit den berühmtesten Hits aus Elisabeth, Grease, West Side Story und vielen mehr. Die Publikumsquadrille im Festsaal um 3.00 Uhr früh zählt ebenfalls zu den Höhepunkten des Ärzteballs, bei dem insgesamt elf Kapellen und Combos aufspielen. Bereits zum achten Mal gibt es ein Casino, wobei der Reinerlös des gesamten Ärzteballs 2020 der Hilfsorganisation AmberMed zugutekommt – eine Einrichtung, die nicht krankenversicherten Menschen ambulante medizinische Hilfe anbietet.

Das Ballbüro ist bis einschließlich 24. Jänner 2020 geöffnet, rät die Ärztekammer, sich noch schnell Karten und Tische zu sichern: Tel.: +43 1 515 01-1234, Mail: aerzteball@aekwien.at, Onlinereservierungen: www.aerzteball.at.

Ärztekammer für Oberösterreich

Spendencheck an oberösterreichische Familie übergeben

Ärztekammer-Präsident Dr. Peter Niedermoser überreichte am 20. Jänner 2020 einen Spendencheck von 4.883,31 Euro als Erlös des Weihnachtsmarktes der Ärztekammer an eine oberösterreichische Familie, die mehrere schwere Schicksalsschläge verkraften musste: Die Mutter starb erst vor wenigen Monaten innerhalb kurzer Zeit nach Krankheitsdiagnose, der Vater kümmert sich seither alleine um die drei Kinder im Alter von 3, 5 und 8 Jahren. Das jüngste Kind benötigt eine intensive Betreuung und regelmäßig medizinische Behandlungen. Die Krankenversicherung übernehmen die Kosten dieser teuren Behandlung nur zum Teil, manche Leistungen werden überhaupt nicht ersetzt.

„Ich freue mich, dass so viel Geld zusammengekommen ist, mit dem wir helfen können“, betont Niedermoser und bedankt sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese haben sich monatelang auf den Weihnachtsmarkt am 28. November 2019 vorbereitet – mit Backen, Basteln, Nähen, Kochen, Einlegen etc., um möglichst viel Geld für die betroffene Familie einzunehmen.

Ärztekammer für Salzburg

GPS Symposium Kindersportmedizin: 20-jähriges Jubiläum

Die Ärztekammer für Salzburg informiert, dass bei der Jahrestagung der Gesellschaft für pädiatrische Sportmedizin (GPS) von 6. bis 8. März 2020 unter anderem das zwei Jahrzehnte lange Bestehen gefeiert wird.

Das Symposium steht unter dem Thema „Leistungssport im Kindes- und Jugendalter“. Zu den Inhalten zählen Sport und Sportmedizin vor 20 Jahren und heute, Vorstellung des Salzburger Schulsportmodells der Red Bull Akademie, Talentescreening, Trainingssteuerung, Krafttraining, Ernährung und Doping, Überlastungsschäden, Verletzungen.

Ort: Universitätssportinstitut Rif/Salzburg, Hartmannweg 4, Taxach, Salzburg

Anmeldung und weitere Informationen: https://www.kindersportmedizin.org/termine/12-gps-symposium

Ärztekammer für Tirol

Unbesetzte Hausarztstellen: Krankenhäuser und Kassen in der Pflicht

Die Ärztekammer für Tirol weist am 20. Jänner 2020 darauf hin, dass die Folgen des „Versorgungsmangels“ für die Bevölkerung „schmerzlich“ spürbar seien. Nicht nur in Landeck, auch in Kufstein, Kitzbühel, Söll oder Kirchberg gibt es verwaiste Hausarztstellen. Trotz wiederholter Ausschreibungen – bis zu 25 Mal etwa in Kufstein – findet sich kein Arzt, der bereit ist, sich niederzulassen.

Ärztekammer-Präsident Dr. Artur Wechselberger nimmt zunächst die Krankenhäuser in die Pflicht: Musste früher pro 15 Krankenhausbetten eine Ausbildungsstelle im Fachgebiet Allgemeinmedizin geschaffen werden, so verweigern sich seit dem Wegfall dieser Bestimmung (2015) die Krankenhäuser einer bedarfsgerechten Nachwuchsplanung – obwohl das Tiroler Krankenanstaltengesetz dezidiert die bedarfsgerechte Festlegung der Zahl der Ausbildungsstellen verlangt.

„Solange die Krankenhäuser Jungmediziner auf Wartelisten für eine allgemeinmedizinische Ausbildung setzen statt eine zusätzliche Stelle zu schaffen, werden uns Ärzte in der Niederlassung fehlen“, analysiert Wechselberger. Er baut darauf, dass sich Ärzte auch in der Region, in der sie ausgebildet werden, niederlassen. Dann allerdings liegt es an den Kassen, ihnen attraktive und zeitgemäße Verträge anzubieten.

 

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