19. Dez. 2023World Congress of Psychiatry

WCP 2023: Die Risiken des zunehmenden Cannabiskonsums

Cannabis wird nicht nur von immer mehr Menschen konsumiert, es wird auch immer stärker im Sinne eines höheren THC-Gehalts. Die Konsequenz ist eine dosisabhängige Zunahme psychotischer Erkrankungen bei Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten, die nicht zuletzt auch in der psychiatrischen Praxis berücksichtigt werden muss. Neben Cannabis sind es vor allem Psychostimulanzien, die bei missbräuchlichem Konsum Psychosen verursachen können.

clavel/AdobeStock

Als in den 1960er-Jahren halluzinogene Drogen zu einem gestaltenden Element der Popkultur avancierten, forderten sie gleichzeitig die ersten prominenten Opfer, berichtet Prof. Dr. Robin Murray vom King’s College London. So war beispielsweise Brian Wilson von den Beach Boys aufgrund psychotischer Probleme für längere Zeit nicht arbeitsfähig, Syd Barrett, Gründer von Pink Floyd, erkrankte an Schizophrenie und erholte sich nie wieder, Roky Erickson, Sänger der 13th Floor Elevators, landete in der geschlossenen Psychiatrie. Tatsächlich zeigt die Forschung der vergangenen Jahrzehnte jedoch, dass es keineswegs nur das mit diesen Fällen in Zusammenhang gebrachte LSD ist, dessen Konsum zu psychotischen Problemen führen kann.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum neuropsy