29. Mai 2024Aktualisierte Empfehlungen

Neues zur Therapie der akuten Migräneattacke

In der Leitlinie der DGN zur Therapie der Migräne gibt es u.a. aktualisierte Empfehlungen für die Akutbehandlung im Notfall sowie bei Schwangeren.

Ein Typ sitzt nach einer durchzechten Nacht neben dem Bett. Am Tag danach: Kater und Rausch.
Thomas/AdobeStock

In der aktuellen „S1-Leitlinie zur Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wird auf 2 neue Medikamente für akute Migräneattacken – Rimegepant und Lasmiditan – eingegangen. Darüber hinaus gibt es aktualisierte Empfehlungen zur Akuttherapie der Migräne im Notfall sowie bei Schwangeren, berichtet Priv.-Doz. Dr. Stefan Leis, Universitätsklinik für Neurologie der PMU, Christian-Doppler-Klinik, Uniklinikum Salzburg, Vizepräsident der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft (ÖKSG) und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) in einer Aussendung.

Bei akuten Migräneattacken ist rasche Wirkung gefragt

Akute Migräneattacken ohne Aura dauern ohne Behandlung zwischen 4 und 72 Stunden an und gehen mit mittleren bis starken Schmerzen sowie typischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Daher braucht es Medikamente, deren Wirkung rasch und ohne Nebenwirkungen eintritt. „Die Patientinnen und Patienten erwarten, dass Medikamente komplette Schmerzfreiheit bringen und die Schmerzen nicht wiederkehren. Die Medikamente sollten zudem auch die Begleitsymptome lindern, die mit den Kopfschmerzen auftreten“, so der Migräneexperte. Auch die Art der Einnahme spiele für viele Betroffene eine wichtige Rolle. Auch wenn bisher kein Migränemedikament zur Verfügung steht, das all diese Anforderungen erfüllen kann, gibt es doch mehrere gut wirksame Standardtherapien, die sowohl die Frequenz als auch die Intensität der Migräneattacken reduzieren können. Mittel der ersten Wahl, so Leis, sind Triptane, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sowie Kombinationspräparate. Paracetamol und Metamizol sollten als Mittel der zweiten Wahl eingesetzt werden.

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