Infekte bei Kindern – von harmlos bis lebensbedrohlich
Die Unterscheidung zwischen banalen Infekten und gefährlichen Differenzialdiagnosen bei Kindern ist nicht immer leicht: Ringelröteln oder Erysipel? Hand-Fuß-Mund-Krankheit oder Purpura Schönlein Henoch? Scharlach oder Kawasaki-Syndrom? Und manchmal entwickelt sich aus einer vermeintlich harmlosen impfpräventablen Erkrankung wie Varicellen auch ein lebensbedrohliches Krankheitsbild, wie Dr. Anita Mang am STAFAM-Kongress anhand eines Falls aus ihrer Praxis veranschaulichte.

„Ich bin schon über 20 Jahre praktisch tätig. Aber die letzten 5 Jahre waren sehr herausfordernd“, berichtete Dr. Anita Mang, Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin und Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde in Oberwölz in der Steiermark, aus ihrem Praxisalltag. Manchmal hatte sie das Gefühl, trotz maximalen Einsatzes gegen das Infektionsgeschehen immer noch zu wenig zu tun. Deshalb stellt sie sich die Frage: Welche Aufgabe müssen Primärversorger im Infektionsgeschehen eigentlich erfüllen?
Wenn die Welle kommt
Beim Kind geht es klar darum, potenziell gefährliche Infektionskrankheiten zu verhindern – Stichwort Impfung –, harmlosere richtig zu erkennen, einzuschätzen und schließlich zu behandeln.
