Frühe Schübe erhöhen das Risiko von Behinderungsprogression
Eine aktuelle Auswertung von Daten aus MSBase zeigt, dass auch milde Schübe in den ersten beiden Krankheitsjahren das Risiko dauerhafter Behinderung im weiteren Verlauf einer MS erhöhen. Diese Assoziation verschwindet allerdings, wenn PatientInnen betrachtet werden, die hochwirksame DMTs erhalten haben.

Die European Medicines Agency (EMA) beschränkt den Einsatz bestimmter krankheitsmodifizierender Therapien wie Natalizumab oder Fingolimod auf PatientInnen, die Schübe durchmachen, die zu Behinderung (disabling relapses) führen. Allerdings sei die prognostische Bedeutung von Schüben ohne Behinderung (non disabling relapses – NDR) unzureichend geklärt, so Dr. Cyrus Daruwalla von der Universität Cambridge. Daruwalla: „Wenn wir im klinischen Alltag Patienten mit Schüben sehen, die nicht zu Einschränkungen führen, dann wissen wir nicht, welche prognostische Signifikanz diese haben und wie sie unsere Therapieentscheidungen beeinflussen sollen.“