Was ist neu bei der ESC/ERS-Leitlinie pulmonale Hypertonie?
Im Rahmen der Kongresse der European Society of Cardiology (ESC) und der European Respiratory Society (ERS) wurde die aktualisierte Leitlinie der beiden Gesellschaften zu Diagnostik und Management des Lungenhochdrucks (Guidelines for the diagnosis and treatment of pulmonary hypertension) präsentiert. Die Änderungen im Vergleich zum Vorgängerdokument beginnen bereits beim Schwellenwert für die Diagnose einer PH.

Die neue Leitlinie zu Diagnostik und Management des Lungenhochdrucks unterstreicht, dass Lungenhochdruck keineswegs eine seltene Erkrankung ist. In der Gesamtbevölkerung liegt die Prävalenz in der Größenordnung von einem Prozent. Bei älteren Menschen sind es jedoch bereits zehn Prozent, wobei die mit Abstand häufigsten Formen Lungenhochdruck infolge von Erkrankungen des Herzens und Lungenhochdruck infolge von Erkrankungen der Lunge sind. In der Präambel der Leitlinie wird auch hervorgehoben, dass jede Form der PH zu einer verstärkten Belastung des rechten Herzens und damit zu einer erhöhten Mortalität führt.