23. Okt. 2023EV-302/KEYNOTE-A39

ESMO 2023: Applaus für Daten zum fortgeschrittenen Urothelkarzinom

Dank exzellenter Daten für das progressionsfreie Überleben als auch das Gesamtüberleben, wird die Kombination des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Enfortumab Vedotin mit Pembrolizumab wohl zum neuen Standard für die Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom werden.

markierter Blasenkrebs
SciePro/AdobeStock

Trotz neuer Therapieansätze ist das Langzeitüberleben von Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierten Urothelkarzinom (mUC) schlecht. Um den dringenden Bedarf nach einer Behandlungsalternative zur Chemotherapie zu decken, wurden in den letzten 20 Jahren zahlreiche Studien durchgeführt. Bisher ohne Erfolg. Die Durststrecke scheint nun dank zweier am ESMO 2023 präsentierten Studien vorbei zu sein. Neben Checkmate-901 brillierte die EV-302/KEYNOTE-A39-Studie, in der die Kombination des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Enfortumab Vedotin mit Pembrolizumab (EV+P) das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) bei Patientinnen und Patienten mit einem zuvor unbehandelten fortgeschrittenen Urothelkarzinom (mUC) im Vergleich zur Standardbehandlung verdoppelte. Präsentiert wurden die überzeugenden Daten von Thomas Powles, St. Bartolomew‘s Hospital, London, der für seine Ausführungen noch während des Vortrages kräftigen Applaus erhielt.

In der global durchgeführten, offenen, randomisierten Phase-III-Studie wurden die Patientinnen und Patienten mit zuvor unbehandeltem la/mUC, die für eine Cisplatin- oder Carboplatin-haltige Chemotherapie infrage kamen, im Verhältnis von 1:1 randomisiert und einem von zwei Studienarmen zugeführt. Sie erhielten entweder 3-wöchige Zyklen von EV (1,25mg/kg; IV) am Tag 1 und 8 plus Pembrolizumab (200mg, IV) am Tag 1 oder den Standard of Care (SOC), eine platinbasierte Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin/Gemcitabin). Primäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS) gemäß RECIST v1.1, geprüft durch eine unabhängige Bewertung (BICR), sowie das Gesamtüberleben (OS). Sekundäre Endpunkte inkludierten das Gesamtansprechen (ORR) und die Sicherheit.

OS: 53%ige Senkung des Sterberisikos

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