23. Okt. 2023Aufruf zum Handeln

ESMO 2023: Direkter Zusammenhang zwischen Feinstaub und Brustkrebsrisiko

Jüngste Forschungsergebnisse haben ein neues Licht auf den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Brustkrebsrisiko geworfen. Es zeigte sich, dass Frauen, die an Orten mit hoher Feinstaubbelastung leben und arbeiten, ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen in weniger verschmutzten Gebieten. Die Ergebnisse sind nicht nur alarmierend, sondern unterstreichen auch die Dringlichkeit, das Problem der Luftqualität anzugehen.

Woman wearing face mask because of air pollution in the city
blackday/AdobeStock

Eine bahnbrechende Studie, die auf dem ESMO-Kongress 2023 in Madrid vorgestellt wurde, hat einen direkten Zusammenhang zwischen der Belastung durch Feinstaub und dem Brustkrebsrisiko aufgedeckt.1 Im Gegensatz zu früheren Studien, die ausschließlich die Auswirkungen des Wohnorts der Frauen einbezogen, berücksichtigt diese umfassende Studie unter der Leitung von Prof. Béatrice Fervers vom Léon Bérard Comprehensive Cancer Centre in Lyon sowohl die Belastung am Wohnort als auch am Arbeitsplatz.

In der Studie wurden die Daten von 2.419 Frauen mit Brustkrebs mit denen von 2.984 Frauen ohne Brustkrebs im Zeitraum 1990–2011 verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Brustkrebsrisiko um 28% steigt, wenn die Luftverschmutzung durch Feinstaub (PM2,5) um jeweils 10µg/m³ zunimmt. Zum Vergleich: Dieser Anstieg entspricht in etwa dem Unterschied in der PM2,5-Partikelkonzentration, der typischerweise in ländlichen und städtischen Gebieten in Europa zu beobachten ist.

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