2. Dez. 2022EASD 2022

Wie Ernährung zum Diabetes-Risiko beiträgt

Typ-2-Diabetes ist nicht nur mit Übergewicht und Bewegungsmangel assoziiert. Immer mehr Studien zeigen auch, dass nicht nur die gesamte Energieaufnahme, sondern auch die Zusammensetzung der Kost das Diabetes-Risiko erheblich beeinflusst. Mehrere im Rahmen des EASD 2022 vorgestellte Studien beschäftigten sich mit diesem Themenkomplex. Ungünstig dürften stark verarbeitete Produkte sowie rotes Fleisch sein.

Achtsames Essen und tägliche Ernährung mit Harmonie und Ausgeglichenheit für kleine Personen
VectorMine/GettyImages

Hochgradig verarbeitete Lebensmittel (Ultra-processed Food – UPF) wurden wiederholt angeschuldigt, das Risiko zu erhöhen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Allerdings stammten die Daten hinter dieser Annahme vorwiegend aus europäischen Kohortenstudien mit relativ kurzem Follow-up, so Dr. Zhangling Chen von der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Nun wurde versucht, auf Basis mehrerer großer Kohorten mit langen Beobachtungszeiten den Einfluss von UPF auf das Diabetesrisiko zu evaluieren.1 Dazu wurden die Daten zu 62.583 Frauen aus der Nurses’ Health Study (NHS, 1984–2014), 88.633 Frauen aus der Nurses’ Health Study II (NHSII, 1991–2017) sowie 38.837 Männern aus der Health Professionals Follow-up Study (HPFS, 1986–2016) herangezogen. Die Essgewohnheiten der Proband:innen wurden alle zwei bis vier Jahre mittels validierter Fragebögen erhoben und die konsumierten Produkte nach der NOVA-Klassifikation eingestuft.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum innere