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Wenn Rheuma auf die Lunge geht

Die Beteiligung der Lunge ist keine Seltenheit bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, wie beim Deutschen Pneumologie-Kongress in Leipzig zu hören war. Insbesondere bei Sklerodermie und Lupus entscheidet sie über das Schicksal des Patienten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gefragt, wenn bei rheumatischen Erkrankungen die Lunge mitmischt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gefragt, wenn bei rheumatischen Erkrankungen die Lunge mitmischt.

Eine Beteiligung der Lunge zählt zu den gefürchtetsten Komplikationen rheumatischer Erkrankungen. Dies ist im Besonderen für die Kollagenosen, im Speziellen für die systemische Sklerose, bekannt. Darüber hinaus ist aber auch eine Lungenbeteiligung bei der rheumatoiden Arthritis möglich und durchaus nicht selten. Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Leiter der Abteilung Rheumatologie/klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim, Deutschland, unterstreicht, dass auch die große Gruppe der Vaskulitiden die Lunge betreffen und dort zu erheblich pathologischen Veränderungen führen kann.

Unterschiedliche rheumatische Erkrankungen sind mit unterschiedlichen Erkrankungen der Lunge assoziiert. Eine grobe Unterscheidung kann zwischen interstitiellen Lungenerkrankungen, Veränderungen an den Lungengefäßen sowie Pleuritis getroffen werden. Während die inter­stitielle Lungenerkrankung das Bild einer Lungenfibrose zeigt, führt die Gefäßbeteiligung zu einer pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) oder zum weit weniger bekannten Krankheitsbild einer pulmonalen veno­okklusiven Erkrankung (PVOD). Diese Lungenerkrankungen können auch die Erstmanifestation der rheumatischen Grunderkrankung darstellen, was die Kooperation der Rheumatologie mit der Pulmologie erforderlich macht. Auch die Serositis (Pleuritis) ist eine Erkrankung, die gleichermaßen Lungenfachärzte und Rheumatologen beschäftigt, zählt sie doch zu den elf Klassifikationskriterien des Lupus. Eine Pleuritis kann dabei durchaus das erste klinische Anzeichen eines Lupus sein.

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