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Nierenerhaltendes Endoskopiemanagement

Um eine Übertherapie zu verhindern, empfiehlt sich ein nierenerhaltendes Endoskopiemanagement bei Niedrig-Risiko-Karzinomen im oberen Harntrakt. Eine Expertin bevorzugt dabei die Inspektion mittels No-Touch-Technik und erklärt, wie man richtig biopsiert und Tumore mit dem Laser entfernt. (krebs:hilfe! 8-9/17)

Shariat: „Im Fall multimorbider Patienten wirkt sich das unnötige Entfernen einer Niere direkt auf das Gesamtüberleben aus.“
Shariat: „Im Fall multimorbider Patienten wirkt sich das unnötige Entfernen einer Niere direkt auf das Gesamtüberleben aus.“

Zu viel Therapie

Bei etwa 20 bis 30 Prozent der Urothelkarzinome im oberen Harntrakt (UTUC) wird – auch in spezialisierten Zentren – häufiger eine radikale Nephroureterektomie (RNU) vorgenommen, als es notwendig wäre. Denn ein nierenerhaltendes Management sei im Fall von Niedrig-Risiko-UTUCs sicher, betont Univ.-Prof. Dr. Shahrokh Shariat, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie, Wien. Zudem bestehe bei vielen – vor allem älteren – Patienten, ohnehin schon eine chronische Nierenerkrankung. Mehr als 50 Prozent der von einem UTUC betroffenen Patienten weisen vor einer RNU bereits eine glomeruläre Filtrationsrate von unter 60mL/min/173m2 auf. „Im Fall multimorbider Patienten wirkt sich das unnötige Entfernen einer Niere direkt auf das Gesamtüberleben aus“, warnt Shariat.

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