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Der (vermeintliche) Feind auf dem Teller

Glutenfrei, laktosefrei und fruktosearm – immer mehr Patienten unterziehen sich, basierend auf Vermutungen und Selbsttests aus dem Internet, radikalen Ausschlussdiäten. Experten kämpfen nun mit einem Ratgeber gegen die Verunsicherung der Patienten an. (Medical Tribune 20/2017)

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Nahrungsmittelunverträglichkeiten scheinen wie eine Seuche um sich zu greifen. Etwa jeder Dritte glaube mittlerweile gar, an einer Lebensmittelal­lergie zu leiden, erzählt Priv.-Doz. Dr. Stefan Wöhrl, Floridsdorfer Allergiezentrum. Objektivierbar seien die Allergien jedoch nur bei einem bis drei Prozent der Patienten. Warum trotzdem immer mehr Menschen annehmen, unter einer Unverträglichkeit zu leiden, ist für Prof. Dr. Gunter Sturm, Med Uni Graz und Allergieambulatorium Reumannplatz, ganz klar: „Der natürliche Umgang mit den Lebensmitteln ist verloren gegangen. Manche Patienten sind fast erstaunt, wenn man ihnen erklärt, dass Zwiebel und Bohnen Blähungen verursachen.“ Normale Reaktionen des Körpers würden daher schon in Allergiesymptome umgedeutet.

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