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Ovarialkarzinom: Auch kurze Hormonsubstitution erhöht Risiko

Auch eine nur wenige Jahre lang andauernde Hormonersatztherapie zur Reduzierung von Menopausebeschwerden ist mit einem signifikant erhöhten Risiko für die Entwicklung der zwei häufigsten Arten von Ovarialkarzinomen assoziiert.

© iStockphoto, Dean Mitchell

Korrelation zwischen Hormonsubstitution und Ovarialkarzinom

 

Nachdem vor fast 15 Jahren heftige Zweifel am Wert der Hormonersatztherapie nach der Menopause aufgrund von vermehrten Krebsfällen und Herz-Kreislauf-Problemen publik gemacht worden waren, kam eine Hormonersatztherapie bei schweren Menopause-Problemen meist nur mehr für wenige Jahre zum Einsatz. Die Hormonsubstitution wurde fast nur noch bei schweren Symptomen und möglichst kurzfristig angewandt.

Im Fachmagazin The Lancet wurde nun eine Meta-Analyse des britischen Medizin-Statistikers Richard Peto und Forschern der internationalen Ovarialkarzinom-Studiengruppe veröffentlicht, für die 52 Studien aus Nordamerika, Europa und Australien mit insgesamt 21.488 Ovarialkarzinom-Patientinnen einer neuerlichen Analyse unterzogen worden waren. Die Untersuchung ergab ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für Ovarialkarzinome, wenn Frauen den Hormonersatz – egal, ob ausschließlich Östrogen oder eine Östrogen-Gestagen-Kombination – auch nur für wenige Jahre verwendeten.

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Collaborative Group on Epidemiological Studies of Ovarian Cancer
Menopausal hormone use and ovarian cancer risk: individual participant meta-analysis of 52 epidemiological studies
The Lancet, 2015, DOI: 10.1016/S0140-6736(14)61687-1

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