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Atemlos durch die Nacht

Foto: iStock/Igor Zhuravlov

Schlafbezogene Atmungsstörungen haben eine hohe Prävalenz und führen zu enormem Leidensdruck bei den Betroffenen. Die Störungen bewirken neben einer deutlich eingeschränkten Lebensqualität auch ein erhöhtes Unfallrisiko sowie eine erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Rezente Daten sprechen außerdem von der obstruktiven Schlafapnoe als eigenständigen Risikofaktor für Malignome.

Die folgende Übersicht bezieht sich in erster Linie auf schlafassoziierte Atmungsstörungen bei Erwachsenen. Die im Frühjahr 2014 erschienene dritte Version der Internationalen Klassifikation von Schlafstörungen (International Classification of Sleep Disorders, ICSD-3) brachte auch einige Neuerungen auf dem Gebiet der schlafbezogenen Atmungsstörungen. Zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen zahlen Erkrankungen, die ein abnormes Atemmuster aufweisen (Schlafapnoe), aber auch solche, die ein abnormes Atemvolumen kennzeichnet (Hypoventilationssyndrome). Beide können auch gemeinsam auftreten. – Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom – Zentrale Schlafapnoe-Syndrome – Schlafbezogenen Hypoventilationssyndrome – Nächtliche Hypoxämie (ICSD-3)

Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS)

• Prävalenz und Risikofaktoren
Mit einer Prävalenz von drei bis sieben Prozent bei Männern und zwei bis fünf Prozent bei Frauen ist das OSAS die häufigste schlafbezogene Atmungsstörung. Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung eines OSAS sind Adipositas, Alter, männliches Geschlecht sowie anatomische Gegebenheiten wie Adenotonsillarhypertrophie, Zungengrundhypertrophie oder Retrognathie. Frauen gleichen sich allerdings mit Beginn der Menopause den Männern in der Häufigkeit des OSAS an. Bei Kindern wird OSAS mit einer Prävalenz von zwei Prozent angegeben, wobei hier v.a. eine Hypertrophie der Adenoide und der Tonsillen als Ursache bekannt ist.

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