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Ärztedemo in Kärnten

Am 13. November demonstrierten hunderte Mediziner, die in den Kärntner Landeskrankenhäusern tätig sind, gegen die Arbeitsbedingungen in den Krankenanstalten und pochten erneut auf eine Anhebung der Grundgehälter, um den drohenden Einkommensverlust durch die künftige Stundenreduktion auszugleichen. Von ihrer Forderung, die Grundgehälter um 30 Prozent anzuheben, wichen die KABEG-Mitarbeiter auch beim Verhandlungstermin mit Landesvertretern nicht ab.

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Sie zogen vom Klinikum-Gelände über das Ärztekammergebäude in die Innenstadt: Wütende Kärntner Spitalsärzte, die eine Anhebung ihrer Grundgehälter fordern. Schließlich greift am 1. Jänner kommenden Jahres eine EU-Regelung, die zwar für weniger Arbeitsstunden, aber für deutliche Gehaltseinbußen bei Medizinern sorgt, die in Spitälern angestellt sind.

Im Anschluss an den Protestmarsch der rund 500 KABEG-Ärzte, der auch von einer Abordnung solidarischer, niedergelassener Kollegen begleitet wurde, und mit einer Kundgebung endete, fand am Donnerstag eine Besprechung zwischen dem Kärtner Ärztekammerpräsidenten Josef Huber, Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Gesundheitsreferentin Beate Prettner und dem KABEG-Betriebsrats statt. Dabei kam es – wie zu erwarten – zu keiner Einigung.

Die Ärzte fordern eine Anhebung des Grundgehalts um 30 Prozent, das Land Kärten bietet nach wie vor 15 Prozent. Sollte das Land Kärnten nicht auf die Forderungen eingehen, werden die Mediziner an den Kärntner Landeskrankenhäusern das “Opt-Out” boykottieren, was in einem dramatischen Ärztemangel resultieren wird.

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Laut KABEG bedeute das 15 Prozent-Angebot, dass jeder neue Arzt in Ausbildung ohne Berücksichtigung von Nachtdiensten und Überstunden mit einem Mindestbruttogehalt von EUR 3.000 in ein Dienstverhältnis beim KABEG einsteigen werde. Jeder 50-jährige Facharzt würde zumindest EUR 6.000,00 brutto verdienen, ebenfalls noch ohne Nachtdienste und Überstunden. Hinzu kämen noch Sonderklassegebühren in Höhe von durchschnittlich EUR 1.200 pro Monat. Das Einkommen eines Facharztes belaufe sich somit auf etwa EUR 7.200 Euro monatlich. Zulagen für Leitungsfunktionen, Ausbildungsassistenz oder manche Abteilungen und Institute wie Anästhesie, Strahlentherapie und Pathologie habe man hier nicht miteinberechnet, so der KABEG.

Am kommenden Montag wird im Büro des Landeshauptmanns weiterverhandelt.

>> Kampagne “Wir sind es wert” der Ärztekammer für Kärnten

Quelle: Ärztekammer für Kärnten, Amt der Kärntner Landesregierung