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Covid-19 Update 18.05.2022

Tool für Covid-19-Prognose entwickelt; Krammer: Evolution von SARS-CoV-2 schwer vorherzusagen

Coronavirus Warnung

+++ Wiener KI-System weist Ärzte auf schwere Verläufe hin – Praevenire-Gesundheitstage: Vorhersagen zu Covid-19 extrem schwierig Prognose-Experten sehen weiter leichten Abwärtstrend – Nach Corona-Ausbruch: Nordkorea verstärkt Maßnahmen gegen Fieberfälle – Omikron-Untervariante treibt Fallzahlen in den USA wieder an – EMA begann Evaluierung der Zulassung von Valneva-Vakzin – Pfizer und BioNTech verschieben Impfstofflieferung an EU +++

Wiener KI-System weist Ärzte auf schwere Verläufe hin

Anhand von Werten aus Routine-Blutuntersuchungen kann ein neues Vorhersage-Instrument, das auf Künstliche Intelligenz (KI)-Methoden beruht, Ärzte mit Covid-19-Prognosen für einzelne Patienten unterstützen. Der Algorithmus „lernte“ anhand von Daten über Corona-Verläufe einzuschätzen, welche Personen eher einen schweren Verlauf mit Bedarf an Intensivbehandlung oder Todesfolge nehmen werden. Das Team mit Wiener Beteiligung stellt die Erkenntnisse im Fachblatt „eLife“ vor.

„Wir werden wahrscheinlich weiter Krankenhäuser unter Druck sehen“, schreiben die Wissenschafter um David Gómez-Varela von der Division für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Wien sowie u.a. Kollegen vom Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen (Deutschland) und aus Finnland in der Arbeit (https://dx.doi.org/10.1101/2021.09.20.21263794). Angesichts des mutierenden SARS-CoV-2-Erregers und mit der Zeit schwindender durch Impfung oder Erkrankung aufgebauter Immunität sehen die Forscher auch in Zukunft Bedarf an Systemen, die Medizinern helfen können, wenn es zu Triage-Situationen kommt.

Auch bei viel Erfahrung mit Covid-19 sind die Erkrankungsverläufe für Praktiker sehr schwer zu prognostizieren. Daher erhofft man sich mancherorts einiges von maschinellem Lernen. Solche Systeme können in hochkomplexen Datenhaufen einzelne Parameter und deren Zusammenspiel analysieren und mit einem Ergebnis in Verbindung bringen. Dazu braucht es jedoch viele Trainingsdaten.

Diese erhielten die Wissenschafter aus Spanien, den USA, Honduras, Bolivien und Argentinien. Darin enthalten waren Informationen aus routinemäßigen Blutabnahmen von nahezu 30.000 Patienten, die zwischen März 2020 und Februar 2022 in über 150 Krankenhäusern lagen. Verglichen wurden die Werte dann jeweils damit, ob ein Patient Intensivbehandlung benötigte, später entlassen werden konnte oder verstarb, heißt es am Dienstag, 17.5., in einer Aussendung der Uni Wien.

In dem Datensatz gab es Informationen über Personen, die im Pandemie-Verlauf hinweg mit allen dominanten SARS-CoV-2-Varianten zu kämpfen hatten. Ebenso unterschiedlich war ihr Impf- und Immunitätsstatus. Im Zentrum der Analysen des „Covid-19 Disease Outcome Predictors“ (CODOP) stehen zwölf Blutwerte, die bei der Spitalsaufnahme erhoben werden. Das unter https://gomezvarelalab.em.mpg.de/codop frei zugängliche „Frühwarnsystem“ könne die Verläufe durchaus verlässlich abschätzen. In den Blutwerten stecke also viel Information über potenzielle Hochrisikopatienten. Bis zu neun Tage im Voraus konnte der Algorithmus das Überleben oder den Tod von Patienten vorherberechnen.

Solche „klinisch relevante und verallgemeinerbare Triage-Tools“ brauche es „besonders an Orten, an denen die Ressourcen knapp sind. Diese Instrumente müssen jedoch dem sich ständig ändernden Szenario einer globalen Pandemie gerecht werden und einfach zu implementieren sein“, so Gómez-Varela. Daher kann das System auch an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden: Stehen etwa noch viele Betten zu Verfügung, kann es so eingestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass auch Menschen als Hochrisikopatienten eingestuft werden, die dies eigentlich nicht sind – man geht in der „Overtriage“-Version eher auf „Nummer sicher“. Steigt der Druck, kann das System nach dem „Undertriage“-Modell betrieben werden, das es nahezu ausschließt, dass Menschen mit niedrigem Sterberisiko fälschlicherweise in die Risikogruppe kommen.

In weiterer Folge soll mit CODOP die „Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung innerhalb von 24 Stunden für Patienten in der Primärversorgung und Verlegung auf die Intensivstation innerhalb von 48 Stunden für bereits hospitalisierte Patienten“ vorhergesagt werden. „Wir hoffen, den Gesundheitssystemen dabei zu helfen, die früheren ‚Pre-Covid-19‘-Standards einer sehr guten Routineversorgung wiederherstellen zu können“, sagte Gómez-Varela. (APA)

Praevenire-Gesundheitstage: Vorhersagen zu Covid-19 extrem schwierig

Eine Vorhersage über die künftige Entwicklung der Covid-19-Pandemie ist extrem schwierig. Wichtig wären nasal zu verabreichende Impfstoffe. Vakzine sollten auch schneller zugelassen werden können, sagte der aus Österreich stammende Vakzin-Forscher Florian Krammer am Mittwoch, 18.5., in einer Video-Zuschaltung aus New York bei den Praevenire Gesundheitstagen (bis 20. Mai) in Seitenstetten (NÖ).

„Die Evolution von SARS-CoV-2 ist schwer vorherzusagen. Wir brauchen an die Mutationen angepasste Impfstoffe. Wir brauchen leichtere Zulassungsverfahren und eine intranasale Impfung sowie multivalente Impfstoffe“, erklärte Krammer (Icahn School of Medicine, New York).

Derzeit steuern sowohl das US-Unternehmen Moderna als auch Pfizer-BioNTech mit adaptierten mRNA-Vakzinen die Zulassung an. Doch das SARS-CoV-2-Virus verändert sich schnell und „chaotisch“, wie der Experte erklärte. Das sei ganz anders als zum Beispiel bei bestimmten Influenza-A-Stämmen. Das zweite Problem: „Die bisherigen Vakzine erzeugen eine schlechte mukosale Immunantwort. Wichtig wären daher intranasal anwendbare Impfstoffe.“

Mit solchen Vakzinen sollte es möglich werden, SARS-CoV-2-Infektionen viel besser zu verhüten, weil der Infektionsweg eben über die oberen Atemwege funktioniert und eine gute lokale Immunantwort eine Prävention ermöglichen würde. Unklar ist auch, wie es längerfristig mit den Coronaviren weitergeht. Laut Krammer könnten sich die Erreger entweder in Richtung saisonaler Influenza mit jährlich hoher Krankheitslast und Todesfällen entwickeln. Es sei aber auch möglich, dass SARS-CoV-2 in Richtung jener „humanen“ Coronaviren mutiert, die offenbar seit urdenklichen Zeiten für banale Erkältungen sorgen und gegen die keine Impfung wie jene gegen die Influenza notwendig ist. (APA)

Prognose-Experten sehen weiter leichten Abwärtstrend

Die Experten des Covid-Prognosekonsortiums gehen für die kommende Woche von einem weiteren, geringfügigen Abwärtstrend bei den Infektionszahlen in Österreich aus. Innerhalb der Schwankungsbreite sind aber auch leichte Anstiege möglich. Für den merklichen Infektionsrückgang der Vorwoche waren möglicherweise die überdurchschnittlich hohen Temperaturen verantwortlich, heißt es in dem Update vom Mittwoch, 18.5. Die Zwei-Wochen-Prognose für den Spitalsbelag zeigt ebenfalls ein leichtes Minus an.

Am vergangenen Mittwoch (11.5.) waren die Modellrechner davon ausgegangen, dass die Infektionszahlen im Verlauf der Woche am wahrscheinlichsten (im Mittelwert) stabil bleiben, und das bei einer Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner von rund 400 Fällen, möglicherweise bis in den Sommer hinein. Am Dienstag lag der Wert nun bei rund 320.

„Aktuell wirken saisonale Effekte dämpfend auf das Infektionsgeschehen“, betonten die Experten von TU Wien, MedUni Wien und Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) rückblickend auf die vergangene Prognose. Die Fallprognose sei zudem nur in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland außerhalb des 68-prozentigen Konfidenzintervalls gelegen. „Während die prognostizierte Stagnation in den meisten Bundesländern eingetreten ist, gab es insbesondere in den östlichen Bundesländern substanzielle Rückgänge“, wurde festgehalten.

„Auf der anderen Seite wirkt die Abnahme des durch Impfung bzw. Genesung erworbenen Immunschutzes infektionstreibend. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass der zweite Effekt dominiert“, warnten die Experten auch vor wieder möglichen Steigerungen der Infektionszahlen.

Für den kommenden Mittwoch (25.5.) wird nun eine Sieben-Tage-Inzidenz im Bereich von 240 bis 390 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet, als Mittelwert wird 300 angegeben. Die geringste Inzidenz wird in der Steiermark (200 bis 330) und die höchste Inzidenz im Burgenland (290 bis 470) erwartet.

Die Virusvarianten BA.4/BA.5 sowie BA.2.12. wurden mittlerweile von der EU-Seuchenschutzbehörde ECDC als besorgniserregende Varianten eingestuft. Gemäß internationaler Beobachtungsdaten dürften diese Mutationen über Wachstumsvorteile gegenüber ihren Vorgängerinnen verfügen. Sie sind in Österreich aber noch nicht in einer ausreichenden Anzahl nachgewiesen worden, um für die vorliegende Prognose relevant zu sein, erläuterten die Forscher.

Auf den Normalstationen wird vom 17. Mai bis 1. Juni ein Rückgang von 682 auf im Mittelwert 468 Infizierte erwartet. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten sollte sich innerhalb der kommenden zwei Wochen von 58 auf 38 verringern, schätzen die Experten. Durch die derzeit sehr niedrigen Belagszahlen könnten übliche wochentagsbedingte Schwankungen zu hohen relativen Abweichungen führen, wurde jedoch betont.

Die Prognosen sind zu finden auf sozialministerium.at: http://go.apa.at/SvXe0MXP (APA)

Nach Corona-Ausbruch: Nordkorea verstärkt Maßnahmen gegen Fieberfälle

Nordkorea verstärkt eigenen Angaben zufolge seine Maßnahmen gegen die epidemische Ausbreitung von Fieberfällen und für deren Behandlung. Fünf Tage nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land berichteten die Staatsmedien am Dienstag, 17.5., das Militär habe Soldaten an alle Apotheken in Pjöngjang entsandt und damit begonnen, „Medikamente unter einem 24-Stunden-Servicesystem zu verteilen“.

Nur wenige Tage nach der ersten offiziellen Bestätigung eines Coronavirus-Ausbruchs in Nordkorea schnellen die Fallzahlen deutlich in die Höhe. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete am Mittwoch, 18.5., innerhalb von 24 Stunden 232.880 neue Fälle von Fieber und sechs weitere Todesopfer. Es gibt keine offizielle Bestätigung, ob die Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind, da das Land nur über sehr wenige Test-Kapazitäten verfügt.

Wie viele der Todesfälle und bisher gemeldeten fast 2 Millionen Fieber-Patienten tatsächlich auf eine Erkrankung durch das Coronavirus zurückgehen, blieb weiter unklar. Experten gehen davon aus, dass dem abgeschotteten Land die Kapazitäten fehlen, Massentests durchzuführen.

Nordkorea hatte am vergangenen Donnerstag (12.5.) zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Seitdem spricht es von der landesweiten Ausbreitung einer Epidemie. Auf Anordnung von Machthaber Kim Jong Un sollen sämtliche Städte und Landkreise abgeriegelt worden sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte sich am Montag wegen des „Covid-19-Ausbruchs“ in Nordkorea besorgt geäußert. „Weil das Land bisher keine Covid-19-Impfung eingeleitet hat, besteht das Risiko, dass sich das Virus rasch unter den Massen ausbreitet“, wurde die WHO-Regionalleiterin für Südostasien, Khetrapal Singh, zitiert. Die WHO betonte, dass sie bisher von der zuständigen Person des Landes für die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) noch keine Informationen über den Ausbruch erhalten habe. Nordkorea hatte lange behauptet, keinen einzigen Corona-Fall zu haben. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt. (APA/dpa/Reuters)

Omikron-Untervariante treibt Fallzahlen in den USA wieder an

In den USA schnellen die Corona-Fallzahlen angesichts der Ausbreitung einer Omikron-Untervariante wieder deutlich in die Höhe. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters stiegen die Infektionen am Dienstag, 17.5., um mindestens 77.209 auf insgesamt 82,77 Millionen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen eines Tages um mindestens 264 auf mehr als eine Million.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC schätzt, dass etwa die Hälfte der Infektionen in der vergangenen Woche von der Unterlinie BA.2.12.1 der Omikron-Variante stammen, die seit Mitte April auf dem Vormarsch ist und bereits in weiten Teilen der Ostküste dominiert. „Das Virus befällt zunehmend Menschen, die wesentlich älter und gebrechlicher sind, Grunderkrankungen haben oder deutlich immungeschwächt sind“, sagte William Schaffner, Experte für Infektionskrankheiten am Vanderbilt University Medical Center in Nashville. „Aber wir haben jetzt bessere Behandlungsmöglichkeiten, und viele dieser Menschen werden das Krankenhaus vertikal statt horizontal verlassen.“

Der Einsatz des Covid-Medikaments Paxlovid von Pfizer, das Hochrisikopatienten vor einem schweren Verlauf schützen soll, sprang in den vergangenen vier Wochen um 315 Prozent in die Höhe. Laut einer Reuters-Zählung gibt es in den USA durchschnittlich fast 97.000 neue Fälle pro Tag, vor einer Woche waren es noch 73.000. Seit dem jüngsten Tiefstand von 30.000 Neuinfektionen pro Tag Ende März ist die Zahl der Fälle wieder allmählich gestiegen.

New York setzte die Corona-Warnstufe am Dienstag wieder auf „hoch“. Dort rät die Gesundheitsbehörde inzwischen dringend dazu, in öffentlichen Gebäuden und überfüllten Räumen Masken zu tragen, wenn man älter als 65 Jahre ist und ein hohes Risiko bei einer Infektion hat. Unternehmen wie der iPhone-Hersteller Apple legen unterdessen ihre Pläne aufs Eis, ihre Mitarbeiter wieder in die Büros zu holen. Laut einem Bloomberg-Bericht verschiebt Apple seinen Plan, wonach Mitarbeiter wieder drei Tage im Büro arbeiten müssen, auf unbestimmte Zeit.

Nach Einschätzung von Schaffner stehen die Gesundheitsbehörden vor der Herausforderung, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Booster-Impfungen sinnvoll sind. „Wir müssen weiter impfen, denn es hat den Anschein, dass der Schutz vor schweren Krankheiten im Laufe der Monate mehr oder weniger nachlässt“, sagte er. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab am Dienstag, 17.5., grünes Licht für eine Auffrischimpfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Die Regierung verschickte zudem rund 360 Millionen Corona-Tests an Haushalte im ganzen Land. (APA/Reuters)

EMA begann Evaluierung der Zulassung von Valneva-Vakzin

Wichtiger Schritt für den Corona-Impfstoff des austro-französischen Pharmakonzerns Valneva: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hat mit der Evaluierung des Zulassungsantrags für die Europäischen Union begonnen, teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Mittwoch, 18.5., mit. Erst am Montag hatte die Nachricht für Aufsehen gesorgt, dass die EU-Kommission den Vorabkaufvertrag kündigen will, weil bis 30. April keine Zulassung erfolgt war. Bis 12. Juni wurde eine Nachfrist gewährt.

Der Vertrag über den Impfstoffkauf zwischen Valneva und der EU-Kommission war im November 2021 abgeschlossen worden. Dabei wurden die Bezugsrechte von insgesamt 60 Millionen Dosen bis 2023 vereinbart. Die EMA begann das beschleunigte Zulassungsverfahren im Dezember 2021. Allerdings übermittelte sie noch Ende April eine Liste von Fragen an Valneva, die diese nach eigenen Angaben am 2. Mai beantwortete. Schon damals hatte sich der Vakzinhersteller enttäuscht über die Verzögerungen gezeigt, jedoch seine Hoffnung ausgedrückt, bis Juni 2022 eine bedingte Marktzulassung in der EU zu erhalten. Bei VLA2001 handelt es sich um den einzigen Ganzvirus-Impfstoffkandidaten („Totimpfstoff“), der in Europa in Entwicklung ist. Valneva verfolgt eine Herangehensweise, die seit vielen Jahrzehnten erprobt ist. Dabei wird dem Körper das gesamte abgetötete Virus präsentiert. Somit muss sich das Immunsystem mit allen Erreger-Teilen auseinandersetzen. Produziert wird in Schottland und Schweden, die Entwicklungsarbeit läuft aber nach Angaben des Unternehmens großteils über Wien. VLA2001 ist bereits in Großbritannien und Bahrain und seit 13. Mai auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten zugelassen.

Wie die EMA am Mittwoch auf ihrer Internetseite weiter mitteilte, wurde außerdem mit der Evaluierung einer erweiterten Zulassung des bereits verfügbaren Covid-Impfstoffs von Biontech/Pfizer begonnen. Das Vakzin namens Comirnaty könnte dann auch als Booster-Dosis für Fünf- bis Elfjährige zugelassen werden. (APA)

Pfizer und BioNTech verschieben Impfstofflieferung an EU

Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech werden die nächste Lieferung von Impfstoffen an die Europäische Union um drei Monate verschieben. Wie die Unternehmen mitteilten, sollen die für Juni bis August geplanten Impfstoffdosen in Absprache mit der Europäischen Kommission erst ab September bis zum vierten Quartal dieses Jahres geliefert werden.

„Diese Änderung trägt den berechtigten Anliegen Rechnung, Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen und gleichzeitig die Sicherheit der Impfstoffversorgung zu gewährleisten, falls diese später im Jahr benötigt wird“, sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. (APA/Reuters)

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