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EASD 2020

Periphere Neuropathie als kardiovaskulärer Risikomarker

Arzt testet die Empfindlichkeit des Fußes

Patienten mit Typ-2-Diabetes, die bereits früh im Krankheitsverlauf Symptome einer peripheren Neuropathie zeigen, haben ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Das zeigen die Ergebnisse einer Analyse zweier dänischer Studien. 1

Die diabetische periphere Neuropathie (DPN) ist eine häufige Komplikation des Diabetes mellitus und bei zehn bis 15 Prozent der Patienten mit Typ-2-Diabetes bereits bei Diagnosestellung vorhanden. Später im Verlauf kann sie zu Ulzera an den Füßen und zu Amputationen führen. Ulzera sind bekanntermaßen auch mit einem hohen kardiovaskulären Risiko assoziiert. Nun ging eine dänische Studie der Frage nach, ob Symptome einer DPN früh im Krankheitsverlauf ein Marker für hohes kardiovaskuläres Risiko und erhöhte Mortalität in der Zukunft sind.

Dazu wurden Daten aus zwei dänischen Studien verwendet, nämlich der klinischen Studie ADDITION-DK (Anglo-Danish-Dutch Study of Intensive Treatment in People with Screen-Detected Diabetes in Primary Care) mit einer Einschlussperiode zwischen 2001 und 2006 sowie der Kohortenstudie DD2 (Danish Center for Strategic Research in Diabetes) mit einer Einschlussperiode zwischen 2009 und 2016. Von den rund 1.400 Patienten aus ADDITION-DK waren Daten zum Zeitpunkt der Diagnose verfügbar, die rund 5.000 Patienten aus DD2 wurden durchschnittlich 4,6 Jahre nach ihrer Diabetes-Diagnose in die Studie eingeschlossen. Symptome einer Neuropathie wurden mit dem Michigan Neuropathy Screening Instrument Fragebogen (MNSIq) erhoben. Ein Score von mindestens vier wurde als Diagnose einer diabetischen Neuropathie gewertet.

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