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Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit (EAU 2017)

Die Wurzeln einer eingeschränkten Fertilität liegen bei vielen Betroffenen bereits in der fetalen Entwicklung. Als potenzielle Ursachen angeschuldigt werden etwa Umweltchemikalien. Konkrete Nachweise oder Empfehlungen stehen für die meisten Substanzen jedoch noch aus. (Medical Tribune 16/2017)

Die Wurzeln reproduktiver Störungen werden zunehmend in der fetalen Entwicklung gesucht. Empfehlungen abzuleiten ist dabei schwierig.
Die Wurzeln reproduktiver Störungen werden zunehmend in der fetalen Entwicklung gesucht. Empfehlungen abzuleiten ist dabei schwierig.

Obwohl Unfruchtbarkeit erst im Erwachsenenalter bemerkt wird, gibt es zunehmende Evidenz, dass die Wurzeln dieser reproduktiven Störungen bereits in der fetalen Entwicklung zu suchen sind. Die Basis für männliche Fertilität oder Infertilität wird bereits vor der Geburt gelegt, betont DDr. Ulla Nordström Joensen vom Rigshospitalet in Kopenhagen.

Kryptorchismus im ersten Lebensjahr korrigieren

Eingeschränkte Fruchtbarkeit im späteren Leben kann ihre Ursache in bereits bei der Geburt sichtbaren Defekten haben. Hypospadie betrifft 0,4 bis ein Prozent der neugeborenen Knaben und ist im unkomplizierten Fall nicht mit späterer Infertilität assoziiert. Eine chirurgische Korrektur wird aus kosmetischen und funktionalen Gründen empfohlen. Bei Männern mit weiteren Missbildungen der Genitalien wurden jedoch deutlich reduzierte Spermien-Zahlen und Dysfunktion der Leydig-Zellen gefunden.1
Der häufigere Kryptorchismus ist hingegen mit reduzierter Fertilität infolge von Spermienverlust und eingeschränkter Kapazität der Leydig-Zellen verbunden. Eine chirurgische Korrektur wird daher bereits im ersten Lebensjahr empfohlen, um die Schädigung der betroffenen Hoden so weit wie möglich zu minimieren.

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