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Dr. Pichlbauer: „Das Wiener Spitzel-Modell – ein Vorbild?“

Das Gedankenmodell der Krankenkassen ist schon sehr verstörend. Eigentlich ist es ihre Aufgabe, darauf zu achten, dass ihre Pflichtversicherten jene Behandlungen erhalten, die sie benötigen, und das möglichst wohnortnah. Aber das dürfte weniger wichtig sein als anderes. Krankenkassen sind vor allem für die ambulante Versorgung zuständig. International wird deren Funktionstüchtigkeit anhand von vermeidbaren Spitalsaufnahmen von Patienten mit „Ambulatory Care Sensitve Conditions“ (ACSC) gemessen – Patienten, die mit solchen „Conditions“ hospitalisiert werden, gelten als ambulant unterversorgt.

Eine dieser Indikator-Krankheiten ist etwa Diabetes. Verglichen mit dem EU-Schnitt werden unsere Diabetiker vier Mal häufiger und mit großem Abstand am häufigsten hospitalisiert. Demnach gibt es eine erhebliche ambulante Unterversorgung, die ja auch dazu führt, dass in Österreich pro 100 Einwohner 30 Spitalsaufnahmen pro Jahr gezählt werden, während es europaweit nur 15 sind. Aber steht diese Unterversorgung im Fokus der Kassen? Schließlich geht es ja darum, dass „die“ für „uns“ arbeiten. Nein, die wollen lieber ärztliche Betrüger jagen – und das mit rabiaten Methoden. Dazu soll das Wiener Modell „Missbrauchs-Entdeckung-Prävention (MEP)“, eine Abteilung der WGKK unter Leitung von Franz Schenkermayr, österreichweit ausgebaut werden.

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