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ÖGGH will Darmkrebs-Screening nach niederländischem Modell

Österreichs Gastroenterologen fordern mit Nachdruck ein Screeningprogramm in der Dickdarmkrebsvorsorge. Seit 2007 sind Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium ergebnislos geblieben. (Medical Tribune 27–28/19)

Univ.-Prof. Dr. Herbert Tilg

„Der Dickdarmkrebs ist der Killer Nummer zwei unter allen Krebsformen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Herbert Tilg, Gastroenterologe an der Medizinischen Universität Innsbruck und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Gastro­enterologie und Hepatologie (ÖGGH). Im Jahr 2016 sind in Österreich 4.517 Menschen an Darmkrebs erkrankt, 2.123 daran gestorben. Tirols Krebsregister weist für 2016 360 Betroffene, darunter 210 Männer und 150 Frauen aus. Damit liegt Tirol unter dem Durchschnitt der EU und jenem in Österreich, was Tilg auf die Faktoren Lebensstil (Bewegung, Ernährung) und eine relativ hohe Zahl an Vorsorgeuntersuchungen zurückführt. Österreichweit nehmen an Kolo­skopien, die von den Kassen für die Hauptzielgruppe der 50- bis 75-Jährigen bezahlt werden, nur 20 Prozent der infrage kommenden Personen teil.

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