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Burgenland: Netzwerke und Akutordination

Die Primärversorgung im Burgenland soll durch eine Akutordination im Krankenhaus Oberwart und das Projekt „Netzwerk Gesundheit Seewinkel“ gestärkt werden. Noch sind nicht alle Punkte geklärt. Das Pannoniamed.net deckt mittlerweile alle sieben Bezirke ab.

Dr. Herbert Cerny leitet das Referat für Pannoniamed.net in der burgenländischen Ärztekammer.
Dr. Herbert Cerny leitet das Referat für Pannoniamed.net in der burgenländischen Ärztekammer.

Mit dem Primary-Health-Care-Teilprojekt „Akutordination im Krankenhaus“ soll für den gesamten südburgenländischen Bezirk Oberwart wochentags ab 17 Uhr eine ärztliche Randzeitenabdeckung gewährleistet werden. Zwei Allgemeinmediziner sind dazu im Dienst. Einer ordiniert von 17 bis 22 Uhr in einer Praxis im Krankenhaus, der andere fährt auf Visite. Die Räumlichkeiten, diplomiertes Personal und das nötige medizinische Equipment werden vom Krankenhaus Oberwart bzw. von der Burgenländischen Krankenanstalten-Gesellschaft (KRAGES) zur Verfügung gestellt. Für die Visiten bekommt der diensthabende Arzt einen Fahrer mit Auto von einer Rettungsorganisation zur Seite gestellt. Insgesamt soll die Akutordination mit 27 Allgemeinmedizinern bespielt werden.

Die Bezahlung erfolgt pauschal – für die fünf Stunden erhält jeder diensthabende Arzt ein Honorar von 500 Euro. Nach 22 Uhr soll nur mehr eine telefonische Beratung über eine Hotline stattfinden. Das Pilotprojekt hätte ursprünglich mit 1. April und dann mit 1. Juli dieses Jahres starten sollen. „Es hat sich das allerdings verzögert, weil eine wesentliche Komponente – der Telefon­arzt – noch nicht steht“, erklärt Mag. Thomas Bauer, Kammeramtsdirektor der Ärztekammer für Burgenland, auf MT-Anfrage. „Wir sind jedoch guter Dinge und auch schon in erfolgversprechenden Gesprächen, dass dies über den Sommer gelöst wird und das Pilotprojekt im Herbst startet.“ Ein Dorn im Auge war den Standesvertretern, dass die Burgenländische GKK den Akut-Telefondienst ab 22 Uhr in die Spitäler abschieben wollte, obwohl es sich aus Kammersicht um eine eindeutige Tätigkeit im ambulanten niedergelassenen Bereich handelt und die OECD ohnehin kritisiert, dass Österreich schon sehr spitalslastig sei.

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