„Ohne Hausarzt-Überweisung soll man in kein Krankenhaus kommen“
Was in den Wiener Spitälern passiert, passiert bundesweit, bestätigt Dr. Harald Mayer im medonline-Interview. „Im Prinzip könnten wir alle die ganze Zeit schreien“, fordert der Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) eine Lenkung der Patientenströme – Steuermann soll der Hausarzt sein.

medonline.at: Herr Bundeskurienobmann, wie geht es Ihnen derzeit als Spitalsarzt?
Harald Mayer: Es geht mir so wie jedem anderen auch: Wir haben zu viel Arbeit, es gibt viele Krankenstände, es sind zu wenig Ärzt:innen und zu wenig Pflegekräfte. Und wir haben eine Patient:innenflut zu bewältigen, die teilweise an der Grenze des Machbaren ist.
In Wien hört ihr Kollege Dr. Stefan Ferenci die Alarmglocken laut läuten. Drei Viertel der Spitalsärzt:innen leiden unter einer hohen Belastung, die Arbeit ist ohne Überstunden kaum zu bewältigen, zeigt Teil 2 einer Spitalsumfrage (siehe medonline-Bericht, 14.12.2022).
