7. Dez. 2022Nikotin bringt niemanden um

Kardiovaskuläre Effekte von Rauchen und Nikotin

Beim Thema Zigarettenrauch steht schnell das Nikotin unter Generalverdacht, rauchbedingte Erkrankungen zu verursachen. Zu Unrecht, sagt Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe und Toxikologe an der Universität Graz. Denn sämtliche vorhandene wissenschaftlichen Daten zeichnen ein eindeutiges Bild: Das schädliche am Glimmstängel ist nicht das Nikotin, sondern die Verbrennungsprodukte.

Summenformel von Nikotin. Wissenschafts- und Bildungskonzept
Evgeny Gromov/GettyImages

"Wann immer man über Nikotin redet, entsteht in der öffentlichen Meinung eine Diskrepanz", beklagte Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe und Toxikologe an der Universität Graz. Auf der "guten" Seite stehen dann die nikotinhaltigen Arzneimittel. Bei ihnen empfiehlt man zumeist, kombinierte Präparate in ausreichender Dosierung – also möglichst viel davon – einzunehmen, damit sie ihre Wirksamkeit voll entfalten können. Sobald das Nikotin aber die Apotheke verlassen hat, "wird das Nikotin tödlich – und zwar nicht nur in der Ansicht von medizinischen Laien, sondern auch von hochrangigen ärztlichen Fachgesellschaften."

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Kardiovaskuläre Effekte von Rauchen und Nikotin