Neuropathischer Schmerz: Präzisere Diagnostik, neue Ansätze
Die Leitlinien zur Diagnostik und Therapie neuropathischer Schmerzen wurden 2025 überarbeitet und setzen auf eine Kombination aus bewährten und innovativen Ansätzen. Experten kommentierten am EAN 2026 die Bedeutung validierter Screening-Tools und klinischer Untersuchungen und erklärten pharmakologischen Empfehlungen und Neuromodulationstechniken.

Die Evidenz zur Diagnostik und Therapie neuropathischer Schmerzen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Dies hatte die Fachgesellschaften EAN, EFIC und NeuPSIG veranlasst, ihre über zehn Jahre alten Empfehlungen zu überarbeiten (1,2). Auf dem EAN-Kongress 2026 erläuterten die Leitlinienautoren die Konsequenzen für die neurologische Praxis.
- Truini A et al. Joint European Academy of Neurology-European Pain Federation-Neuropathic Pain Special Interest Group of the International Association for the Study of Pain guidelines on neuropathic pain assessment. Eur J Neurol. 2023 Aug;30(8):2177-2196. doi: 10.1111/ene.15831.
- Soliman N, Pharmacotherapy and non-invasive neuromodulation for neuropathic pain: a systematic review and meta-analysis. Lancet Neurol. 2025 May;24(5):413-428. doi: 10.1016/S1474-4422(25)00068-7.
Quelle: Focused Workshop "EAN/EFIC: Revised guidelines for neuropathic pain: Diagnostic tests, pharmacotherapy and neuromodulation", EAN-Kongress 2026, Genf
