Hypertonie in der Jugend verheißt nichts Gutes
Erhöhte Blutdruckwerte sind nicht nur bei Erwachsenen relevant. Auch in jungen Jahren sind sie mit einem höheren Risiko für eine koronare Atherosklerose verbunden. Dies zeigt eine Studie aus Schweden.

Grundlage der bevölkerungsbasierten Kohortenstudie waren Daten von mehr als 10.000 schwedischen Männern, deren Blutdruck im Rahmen der Musterung im Alter von durchschnittlich 18 Jahren erhoben wurde. Rund 40 Jahre später wurden dieselben Personen mithilfe moderner bildgebender Verfahren auf das Vorliegen einer Atherosklerose untersucht.
Ziel war es zu klären, ob bereits leicht erhöhte Blutdruckwerte in der Adoleszenz langfristig mit strukturellen Veränderungen der Gefäße und damit mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden sind.
Für die Diagnose kam die Koronar-CT-Angiografie (CCTA) zum Einsatz. Mit diesem Verfahren lassen sich auch subklinische Stadien der Atherosklerose entlarven. Zusätzlich analysierten die Forscher Kalk-Scores der Koronararterien sowie Plaques in den Karotiden.
Herraiz-Adillo A et al. Blood Pressure in Adolescence and Atherosclerosis in Middle Age. JAMA Cardiol. 2026; 11(1): 14–24. doi:10.1001/jamacardio.2025.4271
