29. Mai 2026Strukturierte Früherkennung und Präventionsstrategien gefragt

Postpartale Harninkontinenz im Langzeitverlauf

Eine spanische Langzeitstudie zeigt, dass mehr als die Hälfte der Erstgebärenden fünf bis zehn Jahre nach der Geburt zumindest milde bis moderate HarnInkontinenz aufweist – oft ohne entsprechende Selbstwahrnehmung. Eine Sectio caesarea war dabei protektiv, während familiäre Belastung und Komorbiditäten das Risiko erhöhten.

Junge Mutter trainiert gemeinsam mit ihrem Baby auf einer Yogamatte zuhause.
Suzi Media/stock.adobe.com

Harninkontinenz gilt zwar nicht als schwere Krankheit, beeinträchtigt aber die Lebensqualität deutlich: Unwillkürlicher Urinverlust stört das körperliche, seelische, soziale und sexuelle Wohlbefinden gleichermaßen. Dass Harninkontinenz in der Schwangerschaft und in der Zeit danach häufig vorkommt, ist bekannt. Aber wie sieht es fünf bis zehn Jahre nach der ersten Geburt aus? Dieser Frage ging nun ein spanisches Forscherteam nach.

Lola Serrano-Raya und ihr Team an der Universidad CEU Cardenal Herrera in Valencia nahmen 425 Frauen in eine ambispektive Beobachtungsstudie auf, die zwischen 2012 und 2016 entbunden hatten.

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