
Die Neurogenese der „Super-Ager“
Jahrzehntelang herrschte die Überzeugung, dass die Bildung neuer Nervenzellen beim Menschen im frühen Erwachsenenalter stark nachlässt oder ganz stoppt. Eine neue Studie stellt dieses Dogma infrage: Im Hippocampus, dem Gedächtniszentrum, entstehen offenbar auch im hohen Alter neue Neuronen – allerdings nicht bei jedem.

Die Forschung ist sich grundsätzlich einig, dass der Hippocampus auch im Alter neue Nervenzellen bilden kann, zumindest bei Ratten und Mäusen. Ob dies auch für den menschlichen Hippocampus gilt, bleibt jedoch umstritten. Neue Daten der letzten Jahre brachten Bewegung in die Debatte: Sie zeigten unreife Neuronen im Hippocampus Erwachsener und eine Abnahme dieser Zellen bei Alzheimer-Patienten.
Vor diesem Hintergrund untersuchte eine Studie die epigenetischen Mechanismen hinter der möglichen Neurogenese im Erwachsenenalter. Ein Team um Dr. Ahmed Disouky von der Universität Illinois analysierte dazu Hippocampusgewebe von 38 Verstorbenen. Die Probanden gehörten zu fünf Gruppen:
Disouky A et al., Human hippocampal neurogenesis in adulthood, ageing and Alzheimer's disease. Nature. 2026 Feb 25; doi: 10.1038/s41586-026-10169-4
