16. Apr. 2026Ein Atemweg, viele Zusammenhänge

Nase und Lunge immer gemeinsam betrachten

Erkrankungen der Atemwege werden traditionell in "HNO" und "Pulmologie" aufgeteilt. Während sich die Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde mit Erkrankungen des oberen Respirationstrakts beschäftigt, liegt der Fokus der Pulmologie auf den Bronchien und der Lunge. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch immer deutlicher, dass diese Trennung nur begrenzt sinnvoll ist.

A doctor examines an X-ray of the lungs using a detailed anatomical model of the respiratory system
Nadzeya/stock.adobe.com

Tatsächlich bilden die oberen und die unteren Atemwege ein eng verbundenes funktionelles System, in dem sich Erkrankungen gegenseitig beeinflussen können. Daher kann ein fächerübergreifender Ansatz den Therapieerfolg durchaus günstig beeinflussen.

Chronischer Husten als eines der häufigsten Atemwegssymptome wird in unserer Wahrnehmung üblicherweise primär in der Lunge verortet. Doch die diagnostische Einordnung zeigt ein differenzierteres Bild. Während in­trathorakale Ursachen wie Asthma, COPD oder Lungenkrebs direkt im Brustraum liegen, spielen extrathorakale Faktoren eine ebenso gewichtige Rolle. Dazu zählen neben Reflux vor allem das Post-nasal–Drip-Syndrom (PNDS) und das Upper Airway Cough Syndrome (UACS).

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum pneumo