
Pulmonale Hypertonie im Erwachsenenalter
Trotz bestehender Herausforderungen hat sich die Prognose der pulmonalen Hypertonie in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dennoch bleibt die Erkrankung anspruchsvoll und
erfordert weiterhin hohe Aufmerksamkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und kontinuierliche Forschung, um eine Diagnose früher zu stellen und die Versorgung der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Die pulmonale Hypertonie (PH, Lungenhochdruck) ist eine komplexe und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die durch erhöhten Druck und Widerstand in den Lungenarterien gekennzeichnet ist (1). Obwohl in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte in der Diagnostik und Therapie erzielt wurden, bleibt die Erkrankung im Erwachsenenalter eine große klinische Herausforderung. Dies liegt vor allem an den unspezifischen Symptomen mit einer oft verzögerten Diagnosestellung und an ihrer heterogenen Ätiologie.
Unspezifische Symptomatik und verzögerte Diagnosestellung
Ein wesentliches Problem bei der pulmonalen Hypertonie ist es, dass eine frühe Diagnosestellung nicht möglich ist. Die initialen Symptome – darunter Belastungsdyspnoe, Müdigkeit, Schwindel oder Synkopen – sind unspezifisch und können leicht anderen, häufigeren Erkrankungen wie Depression, Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Herzinsuffizienz zugeschrieben werden. Viele Patientinnen und Patienten durchlaufen daher einen langen diagnostischen Irrweg, bevor die korrekte Diagnose gestellt wird.
- Humbert M et al., The Seventh World Symposium on Pulmonary Hypertension: our journey to Barcelona. Eur Respir J 2024; 64(4)
- Hoeper MM et al., Complications of right heart catheterization procedures in patients with pulmonary hypertension in experienced centers. Journal of the American College of Cardiology 2006; 48(12):2546–52
- Kovacs G et al., Definition,classificationanddiagnosisofpulmonary hypertension. Eur Respir J 2024; 64(4)
- Lang IM et al., Balloon Pulmonary Angioplasty for Chronic Thromboembolic Pulmonary Hypertension: Results of an International Multicenter Prospective Registry. J Am Coll Cardiol 2025; 85(23):2270–84