11. Apr. 2026Rational gepackt für den Ernstfall

Die richtige Ausstattung für den Notfall

Im Notfall zählt nicht die perfekte Ausstattung, sondern das Richtige im richtigen Moment. Von Blutungskontrolle bis Atemwegssicherung: Warum das X-ABCDE-Schema und gezielt ausgewählte Tools die Basis jeder erfolgreichen Notfallversorgung bilden.

Übersichtliche Notfallausrüstung: Wenige, gezielt ausgewählte Hilfsmittel können im Ernstfall entscheidend sein.
New Africa/stock.adobe.com

Um im Ernstfall viel zu bewirken, braucht es erstaunlich wenig Material, betont Dr. Felix Gruner, Anästhesist am Universitätsspital Basel und ärztlicher Co-Leiter des Rettungsdienstes Nordwestschweiz. Er rät deshalb zu einer klaren Priorisierung.. Entscheidend sei, sich vorab zu fragen: „Was kommt häufig vor? Was kann schnell schiefgehen? “ Nach diesen Überlegungen sollte man seine Ausrüstung zusammenstellen.

Neben der Grundausstattung (z.B. Einmalhandschuhe, FFP2-Maske, Pupillenleuchte) empfiehlt sich eine Warnweste. „Damit man jemanden sichtbar auf die Straße schicken kann, um die Ambulanz einzuweisen.“

Jeder Mediziner sollte seine Ausrüstung an den eigenen Praxisalltag anpassen. Für die Erstversorgung empfiehlt Dr. Gruner das X-ABCDE-Schema der Notfallmedizin:

  • X – Catastrophic Bleeding: Lebensbedrohliche Blutungen sofort stoppen
  • A – Airway: Atemweg sichern
  • B – Breathing: Atmung beurteilen und unterstützen
  • C – Circulation: Kreislauf stabilisieren
  • D – Disability: Neurologischen Status prüfen (z. B. Vigilanz, Krampfanfälle, Hypoglykämie)
  • E – Exposure: Vollständige Inspektion, Wärmeerhalt, Immobilisation, Schmerztherapie
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