22. Feb. 2023Harm Reduction

„Hör auf oder stirb“: Es geht auch anders

Da viele Raucher:innen – auch wenn es der beste Weg wäre – trotz Folgeerkrankungen wie COPD nicht von der Zigarette loskommen, forcieren Expert:innen neue Therapieansätze. Immer mehr Studien belegen den Nutzen von Schadensminimierung („Harm Reduction“).

Beenden Sie das Rauchen, Männerhände brechen die Zigarette für eine gute Gesundheit.
zhikun sun/GettyImages

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege und der Zerstörung von Lungengewebe führt, ist für die Patient:innen mit massiven Einschränkungen der Lebensqualität verbunden. Allein in Europa werden die Kosten, die durch COPD verursacht werden, auf über 48 Milliarden Euro geschätzt. Neun von zehn COPD-Fällen gehen auf das Zigarettenrauchen zurück. „Der Rauchstopp ist die effektivste Maßnahme, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern“, unterstreicht Prim. Univ.-Prof Dr. Wolfgang Popp vom Ordinationszentrum Döbling in Wien in einem Interview im European Medical Journal*. Dennoch lassen viele Patient:innen mit COPD nicht vom Glimmstängel: 54 bis 77 Prozent der Patient:innen mit leichter COPD (Schweregrad I) und 38 bis 51 Prozent der Patient:innen mit schwerer bzw. sehr schwerer COPD (Schwergrade III und IV) rauchen weiterhin Zigaretten.

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