26. Jän. 2023Fortgeschrittenes Melanom

TIL-Therapie bietet eine Option nach Checkpoint-Inhibitor-Versagen

Adoptiver Zelltransfer mit autologen tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs) zeigte bei fortgeschrittenem Melanom bereits erste Erfolge in Phase-I- und -II-Studien. Eine rezente multizentrische Studie, deren Resultate soeben im „New England Journal of Medicine“ publiziert wurden, untermauert die bisherigen Daten und zeigt die Überlegenheit einer TIL-Therapie versus Ipilimumab bei Patient:innen nach Versagen von Checkpoint-Inhibitoren in der Erstlinie.

T-Zellen greifen Krebszellen an Illustration von mikroskopischen Fotos
Peddalanka Ramesh Babu/GettyImages

Bei der Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittenem Melanom hat sich in den letzten Jahren viel getan. Inzwischen stehen mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren und zielgerichteten Therapien Behandlungen zur Verfügung, die einer Vielzahl an Patient:innen langfristig helfen. Die Blockade von Programmed Death 1 (PD-1)-Protein mit Nivolumab oder Pembrolizumab wird häufig in der Erstlinie eingesetzt. Die Kombination von Ipilimumab (einem anti-cytotoxic T-lymphocyte antigen 4 (CTLA-4)-Antikörper) und Nivolumab zeigt bei noch mehr Patient:innen Erfolg (58% vs. 45%), allerdings zum Preis von höheren Inzidenzraten schwerer Nebenwirkungen. Daher wird diese Therapie zurzeit nur für Subgruppen von Patient:innen mit schlechten Prognosefaktoren verwendet, wie hohe Serum-Laktatdehydrogenase-Level oder Leber- und Gehirnmetastasen. 50 Prozent aller Melanome weisen eine Mutation im BRAF-Gen auf.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum onko