13. Dez. 2022Unterschiedliche Therapieansätze

Cluster-Kopfschmerz: Welche Therapien sind evidenzbasiert?

Cluster-Kopfschmerz ist eine seltene, aber für die Betroffenen massiv belastende Kopfschmerzform mit extrem hoher Schmerzintensität. Therapeutische Maßnahmen fokussieren sowohl auf die Akutbehandlung als auch auf die Prävention von Attacken. Leider sind die Optionen insbesondere in der langfristigen Therapie begrenzt und deren Evidenz oft ungenügend.

Konzept der schmerzhaften Kopfschmerzen
wildpixel/GettyImages

Im Management des Cluster-Kopfschmerzes stehen prinzipiell zwei Gruppen von Therapien zur Verfügung. Zum einen medikamentöse Ansätze, die sich wiederum in abortive, präventive und Übergangsmaßnahmen gliedern. Zum anderen besteht die Option der Neuromodulation, die invasiv oder nicht-invasiv durchgeführt werden kann, so Prof. Dr. Manjit Matharu vom University College London. In der Akuttherapie ist Auswahl auf Sauerstoff und Triptane beschränkt. In der Prävention stehen Varapamil, Lithium, Topiramat, Gabapentin, Melatonin, Valproat und monoklonale Antikörper gegen CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) zur Verfügung. Übergangstherapien sind Kortikosteroide sowie die okzipitale Nervenblockade. Diese Therapien wirken rasch, aber jedoch nur für begrenzte Zeit und sind daher brauchbar, um beispielsweise das Intervall zu einer neuen präventiven Therapie zu überbrücken. Neuromodulation wird nicht-invasiv als Vagus-Stimulation und invasiv als SPG-Stimulation, okzipitale Nervenstimulation und tiefe Hirnstimulation betrieben. Diesen unterschiedlichen Therapien liegt Evidenz aus Studien von unterschiedlicher Qualität zugrunde, wie Matharu betont.

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